09.03.2016, 01:25 Uhr

Eine Legende verlässt die Bühne

Der Vater des AK-Betriebssports Günther "Fuggi" Fugger sagt adieu. In der Rente bleibt mehr Zeit für die Enkelkinder.

KLAGENFURT (mk). Man nennt ihn Fuggi. Bekannt ist er auch als „Stadiontschäntsche“ oder „Sportplatzplärre“. Beim AK-Viertelmarathon ist sein Mundwerk bei der Station in Krumpendorf ebenfalls nicht zu bremsen. Auf gut Kärntnerisch: „Immer die Goschn offen.“ Es ist der Viktringer Günther Fugger. Er diente unter LH Leopold Wagner, verdiente seine Sporen in verschiedenen Funktionen der SPÖ Kärnten und ging 1991 zur Arbeiterkammer Kärnten. Dort lernte er auch sein Vorbild kennen: den ehemaligen AK-Präsidenten Josef Quantschnig. Der Pepe, wie Fuggi seinen Ex-Chef freundschaftlich nennt, hätte seine berufliche Zukunft geprägt.

Verdienter Ruhestand

Aber jetzt verstummt das Mundwerk der "Sportplatzplärre" – zumindest teilweise. Er geht nämlich als Chefideologe des Betriebssportes von AK und ÖGB in Pension. Er hat die beliebten Sportbörsen erfunden, die Kindersicherheitsolympiade ist sein Steckenpferd. Kartrennen, Bowling usw., das alles waren seine betriebssportlichen Kinder. Er war stets Anlaufstelle für sämtliche Belange. "Frag den Fuggi" ist quasi so etwas wie ein geflügeltes Wort.

Ein Herz für Kinder

Apropos Kinder: In Zukunft will sich Fuggi verstärkt um seine zwei Enkel kümmern. Marlene ist sechs Jahre alt, Henrik zwei. Sie sollen die besondere Aufmerksamkeit ihres Opas erfahren. "Darauf freue ich mich besonders. Endlich mehr Zeit für die Kinder", sagt der Opa.

Er macht weiter

Ganz aufhören will Fuggi aber nicht. Erst stehen medizinische Eingriffe an, damit er fit wird. Es ist aber laut Fuggi nichts Ernstes. Dort und da muss der Doktor ran, aber es ist zum Überleben. Dann wird er wieder auf den Sportplätzen herumplärren. Die Sicherheitsolympiade will er weiter als Steckenpferd reiten. Im Gespräch mit ihm merkt man, dass ihm die Sicherheit der Kinder eine Herzensangelegenheit ist: "Das will ich nicht aufgeben."

Helfende Hand

Den Chefs der AK Kärnten hat er bereits angeboten, dort wo Not am Mann ist, auszuhelfen. "Es gibt ja so viele Projekte und ich würde gerne aushelfen. Wir werden sehen, ob man mich braucht", sagt Fuggi. Ob bei AK-Veranstaltungen oder woanders, die „Sportplatzplärre“ bleibt uns also auch weiterhin erhalten. Er macht für uns Sünder gute Miene zum bösen Spiel.
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