24.05.2016, 10:30 Uhr

Flüchtlinge arbeiten bald in einem Lokal der Caritas

Caritas-Direktor Josef Marketz und Projektleiterin Christina Staubmann vor dem künftigen Lokal in Klagenfurt

"Magdas Lokal" öffnet am Klagenfurt Stauderplatz im Herbst seine Pforten - ein social Business der Caritas. Zehn Asylberechtigte sollen dort arbeiten und ausgebildet werden.

KÄRNTEN, KLAGENFURT. Im Herbst eröffnet die Caritas ein Lokal in der Klagenfurt Innenstadt. Das Besondere: Asylberechtigte werden in Küche und Service arbeiten. "Das Team des Stifts St. Georgen bringt das gastronomische Wissen ein", erklärt Caritas-Direktor Josef Marketz. "Die asylberechtigten Mitarbeiter werden ausgebildet."
Derzeitiges Ziel ist, fünf Lehrlinge und fünf weitere Mitarbeiter im Betrieb zu beschäftigen und anzulernen. "Das Schlüsselpersonal besteht aus heimischen Gastroprofis", erklärt Projektleiterin Christina Staubmann.
Mit dem Projekt – es orientiert sich am magdas-Konzept aus Wien – wollen die Caritas und das Bistum einen Beitrag zu Integration leisten. "Menschen mit Fluchthintergrund brauchen unsere Hilfe, aber auch eine Aufgabe", formuliert es Bischof Alois Schwarz. Nach der Ausbildung sollen die Mitarbeiter in andere Betriebe vermittelt werden.
"Magdas Lokal ist ein social Business", erklärt Marketz. "Es funktioniert gleich wie jedes andere Unternehmen." Das wirtschaftliche Ziel ist schwarze Zahlen zu schreiben. "In erster Linie wollen wir aber ein cooles Lokal schaffen", kündigt Marketz gute Qualität an.

Zur Sache - Magdas Lokal in Klagenfurt

Im Herbst eröffnet die Caritas "Magdas Lokal" am Klagenfurter Stauderplatz.

Die Investitionssumme
beträgt 400.000 Euro - die Caritas erhält dafür ein Darlehen vom Bistum in der Höhe von 200.000 Euro. Eine Crowdfunding-Kampagne soll 25.000 Euro bringen.

Zehn Asylberechtigte werden im Lokal eine Arbeit finden - fünf davon werden als Lehrlinge ausgebildet. Das Kernteam besteht aus Profis. Insgesamt sollen 16 Arbeitsplätze entstehen.

Das Lokal wird internationale und Kärntner Küche bieten sowie eine kleine Bühne für Veranstaltungen.

Die Möbel stammen aus Caritas-Werkstätten. Menschen mit Behinderung cyceln alte Stücke up.

Die Caritas will mit dem Unternehmen einen Treffpunkt für Kärntner und Zuwanderer schaffen. Geplante Öffnungszeiten: 10 bis 23 Uhr.
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