30.03.2016, 15:58 Uhr

Happ feiert sein vierzigjähriges Bestehen

Aufklärungsarbeit: Friedrich Happ erklärt den Besuchern die heimischen Schlangen (Foto: Happ/KK)

Helga Happ beheimatet rund 1.000 Reptilien. Der Reptilienzoo wurde vor vierzig Jahren gegründet.

KLAGENFURT. KLAGENFURT (mv). Der Reptilienzoo Happ feiert heuer seinen 40. Geburtstag. Derzeit beheimatet der Zoo in der Landeshauptstadt rund 1.000 Reptilien. In dem Betrieb sind dreizehn Mitarbeiter beschäftigt. Zum Jubiläum konnte sich die Zoodirektorin ein Traum erfüllen: Der Zoo besitzt nun eine Königskobra. Das Spezielle an der Giftschlange ist, dass sie im Gegensatz zu ihren Artgenossen, anstatt anderer Schlangen Säugetiere frisst. "Ich habe jahrelang nach einer Königskobra gesucht, so weit mir bekannt ist, kann man nur noch in einem Zoo in Amerika eine Königskobra besichtigen", freut sich Happ.

Aufklärungsarbeit

Der Reptilienzoo wurde vor vierzig Jahren von Friedrich Happ gegründet. "Mein Mann wurde damals von Leopold Guggenberger und dem damaligen Direktor des Landesmuseums enorm unterstützt", erzählt Happ. Gestartet wurde auf rund 400 Quadratmetern mit 40 Reptilien. "Mein Mann war zuvor mit Giftschlangenschauen in Österreich, Deutschland und der Schweiz unterwegs und wollte sich niederlassen", erklärt Happ. Über die damaligen Befürchtungen der Klagenfurter gegenüber dem Zoo in unmittelbarer Nähe des Wörthersees kann Happ noch heute schmunzeln. "Manche Leute hatten Angst, dass bald Krokodile im See schwimmen werden", erzählt Happ. Besonders stolz ist die Zoodirektorin auf die Aufklärungsarbeit, die in den vergangenen Jahrzehnten geleistet wurde. "Wir konnte die Scheu vor den Reptilien erfolgreich bekämpfen. Das sieht man jedes Mal, wenn Schulklassen zu uns kommen. Die Kinder sind von den Tieren begeistert", sagt Happ.


Fortbestand ist gesichert

Der Zoo ist für Helga Happ mehr eine Berufung als ein Beruf. "Mit einem Reptilienzoo wird man wegen der hohen Betriebskosten bestimmt nie reich. Aber ich liebe jedes einzelne meiner Tiere", erzählt Happ. Der Fortbestand des Zoos ist auch in Zukunft gesichert. "Meine Kinder Johannes und Sabine werden den Zoo weiterführen", sagt Happ.
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