18.06.2016, 14:25 Uhr

Meine Vision TENNIS 2025 in der Talenteentwicklung - Qualitätsmanagement

Bibi Menschick
Für die Ausbildung von Tennistalenten sehe ich in naher bis weiterer Zukunft eine Änderung der Entscheidungspyramide. Heute sind es noch Funktionäre und Trainer, die die Richtung vorgeben, was Jugendliche tun müssen, um in die Weltklasse vordringen zu können.

Das ist viel zu teuer, zu umständlich und zu langwierig. Schon aus ökonomischen Gründen wird sich ein eigener Beruf im Tennis entwickeln. Die Eltern werden nach Fachleuten verlangen, die Generalunternehmer für ihre Talente sind. Es werden Mentalcoaches sein mit Tennistrainerausbildung. Sie bekommen einBudget von den Eltern und bestimmen, was damit gemacht. Warum? 15jährige brauchen keine regelmäßigen „Trainerstunden“ mehr, die müssen technisch durch sein. Der „Generalmanager“ arbeitet primär an der strategisch, taktischen Ausbildung seiner Schützlinge. Das ist reine Mentalarbeit, wie sie derzeit überhaupt – mit wenigen Ausnahmen - noch gar nicht vorhanden ist. Er kauft jene technischen Voraussetzungen ein, die sein Schützling braucht, um eine gewisse Strategie besser verfolgen zu können. Derzeit bestimmen die Trainer das Techniktraining und mit dem Ergebnis wird vielleicht eine Strategie entwickelt. Die Zahl ist auch international Legion, nicht nur im Österreichischen Spitzentennis üblich.

Was wäre der Vorteil dieser Revolution in einer derartigen Tennisbetreuung? Physisch anwesend bei Turnieren ist der Generalmanager (weil Mentalcoach). Der kann ortsunabhängig Techniktraining je nach Bedarf einkaufen. Außerdem kann er an den Turnierorten Trainingspartner organisieren, die genau jene Schläge mit seinem Schützling trainieren, die er braucht. Schließlich hat er ja auch eine Tennistrainerausbildung. Die Eltern ersparen sich endlose, teure VH und RH-Trainings, die man auf der Tour abwickeln kann. Learning by Doing. Es wir also die Entscheidungspyramide auf den Kopf gestellt: den Trainern wird auf Anweisung und Bezahlung durch die Generalmanager gesagt, was am Tennisplatz zu tun ist. Auch an den jeweiligen Turnierorten. Spart Reisekosten und auf Dauer auch Geld, weil nur das trainiert wird, was notwendig ist und nicht, was für die Auslastung von Tennisakademien wichtig ist.

Das ist meine Vision, wie man aus dem Teufelskreis „Training und Turnierbetreuung“ heraus kommen kann.

Hubert "Bibi" Menschick
Tennisclub Inforg
Paradeisergasse 8
9020 Klagenfurt
0664/1804218
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