17.09.2016, 12:00 Uhr

2.000 Einzelteile formen einen Ton

Der erste Schritt: Am Beginn steht ein einfaches Holzbrett

Rudolf Novak produziert Harmonikas und Akkordeons. In dem Betrieb arbeiten 25 Personen.

KLAGENFURT. Rudolf Novak produziert in der sechsten Generation Harmonikas, Akkordeons und Orgeln. Der 54-Jährige beschäftigt in seinem Unternehmen in Klagenfurt rund 25 Leute. Hergestellt werden pro Jahr zwischen 400 und 600 Musikinstrumente. Zu den Kunden des Klagenfurter Unternehmens zählt unter anderem auch Hubert von Goisern. "Für uns ist aber jeder ein Star, der auf einer Harmonika oder einem Akkordeon von uns spielt", sagt Novak.

Wissen der Mitarbeiter

Die Harmonikas werden in Handarbeit in der Werkstatt angefertigt. "Die wichtigste Zutat zu einem gut klingenden Musikinstrument ist das Wissen der Mitarbeiter", sagt Novak. Der 54-Jährige hat eine Lehre absolviert und anschließend bei mehreren Experten mitgearbeitet. "In den vergangenen Jahrzehnten habe ich mir das Wissen angeeignet und das möchte ich auch noch länger nutzen", sagt der 54-Jährige. Ein weiteres Steckenpferd des Klagenfurter Betriebes ist die Wartung und die Reparatur von Kirchenorgeln. "Oft wird erst vor einer Messe bemerkt, dass die Orgel defekt ist und dann sind wir gefordert", erzählt Novak, der auch die Orgel in der Kapelle von Milliardär Helmuth Horten errichtet hat. Auch die Nachfolge des Betriebes ist schon gesichert, der Sohn soll in die Fußstapfen des Vaters treten.

Hintergrund:

2.000 Einzelteile müssen zusammengefügt werden, ehe ein Ton aus der Harmonika erklingt.
Die Harmonikas und Akkordeons haben, soweit sie gepflegt werden, eine Lebensdauer von bis zu dreißig Jahren.
400 bis 600 Instrumente werden jährlich produziert.
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