18.03.2016, 13:18 Uhr

„Bürgerkraftwerk“ geht an das Netz

Die Projektpartner Arno Kohlweg (Teileigentümer PV-Kraftwerk), Erich Hallegger (Kärntner Messen GF), Bgm. Maria-Luise Mathiaschitz, Messepräsident Albert Gunzer und Michael Jaindl („Kärnten Solar) legten gemeinsam den Schalter für das Bürgerkraftwerk um (Foto: StadtPresse/Spatzek)

Die neue Photovoltaik-Anlage am Dach des Messe-Parkhauses liefert ab sofort Energie für 35 Haushalte. Mit einer Investitionssumme ab 500 Euro können sich Bürger an der Anlage beteiligen.

KLAGENFURT. Auf dem Dach des Parkhauses der Kärntner Messen wurde heute in Klagenfurt ein Photovoltaik-Kraftwerk mit Bürgerbeteiligung offiziell in Betrieb genommen. Mit einer Leistung von 100 kWp liefert die Anlage genug Energie, um etwa 35 Haushalte mit sauberem Strom versorgen zu können. Betreiber der 396 Photovoltaik-Module auf einer Dachfläche von 654 m² ist die Firma „Kärnten Solar“. Die Finanzierung wird zur Gänze von Bürgern getragen. Ab einer Investitionssumme von 500 Euro ist eine Beteiligung an der Anlage möglich. „Für Privatpersonen bietet sich eine attraktive Investitionsmöglichkeit mit staatlich garantierten Erträgen von jährlich 3,2 Prozent KESt-frei“, hebt Projektleiter Michael Jaindl die Vorzüge des Konzepts hervor.

Nachhaltige Energie

25 solcher Anlagen bestehen bereits in ganz Kärnten, 2016 gehen weitere 20 Sonnenkraftwerke mit Bürgerbeteiligung an das Netz. Jetzt auch mit dem Standort in der Landeshauptstadt. „Ich bin glücklich, dass dieses moderne, umweltfreundliche Konzept mit Bürgerbeteiligung zur Erzeugung nachhaltiger Energie in Klagenfurt umgesetzt wurde. Gratulation an alle Beteiligten und auf hoffentlich viele weitere Bürgerkraftwerke“, so Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz.

Messe-Parkhaus

Auch Messe-Geschäftsführer Erich Hallegger freut sich über das grüne Bürgerkraftwerk und wies auf die Attraktivität für Privatinvestoren hin: „Starke Partner wie die Stadt Klagenfurt und die Kärntner Messen schaffen Vertrauen für die Bürger als Projekt-Investoren.“ Wie Messepräsident Albert Gunzer betont, ist der gewählte Projekt-Standort geradezu prädestiniert: „Die Messe ist mit ihren zigtausenden Besuchern im Jahr genau der richtige Platz, um Bürgerkraftwerke zu bewerben und die Botschaft von Nachhaltigkeit weiter zu verbreiten.“
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