14.03.2016, 14:22 Uhr

Lebensaufgabe wächst mit dem Holz

Nicht immer nur zerstören... viel Zeit widmet der Förster dem Aufforsten. Walzl setzt dabei auf den Mischwald.

Er sagt dem Fuchs gute Nacht und dem Hasen ein freundliches Grüß Dich. Bei Bäumen kennt der staatlich geprüfte Förster Stefan Walzl weniger Mitleid.

KLAGENFURT (mk). In seinem Wald kennt er sich aus. Mit Hase, Maus und Fuchs ist er auf Du und Du. Den Rehen sagt er gute Nacht. Stefan Walzl ist ein Profi auf seinem Gebiet. Er ist staatlich geprüfter Förster – einer von etwa 1.200 in Österreich. Der 28-Jährige steckt voller Elan und macht weiter Karriere. Dazu später.

Ein Baum für die WOCHE

Eigens für die WOCHE hat Walzl nahe Grafenstein einen Baum gefällt. Eine 30 Meter hohe Fichte krachte binnen weniger Minuten auf den Waldboden. Die Richtung stimmte – vielleicht mit ein bis zwei Metern Abweichung. Beim Entasten zeigte Walzl dann sein ganzes Können. Für einen Fotografen ist es schwer ihm zu folgen, denn in zwei Minuten ist quasi alles vorbei. Doch zur Aufgabe des Försters gehört auch, die zirka 16 Hektar wieder aufzuforsten. Er setzt auf einen Mischwald: "Dem Mischwald gehört die Zukunft."

Berufliche Zukunft

Auf dem Arbeitsmarkt ist der Klagenfurter gefragt. Im April beginnt er eine neue Arbeit in Wien. Dort ist er zuständig für den sogenannten "Stichprobenraster". Übersetzt bedeutet dies die Zusammensetzung der Baumarten in Österreich.
Walzl hat seinen Traumberuf gefunden: "Ich bin viel in der Natur und das gefällt mir." Wer nun meint, er hätte den Beruf des Vaters oder Großvaters erlernt, der irrt. "Es war meine ganz persönliche Entscheidung auf die HBLA für Forstwirtschaft in Bruck an der Mur zu gehen."

Sicherheit geht vor

Auf eines legt Walzl besonderen Wert: auf Sicherheit. Helm, Gehör- und Gesichtsschutz, Schnittschutzhose und Stahlkappenschuhe sind Grundausstattung. Ein tiefer Riss in seiner Schnittschutzhose zeigt, wie schnell etwas daneben gehen kann. Verletzt wurde er damals nicht.
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