10.03.2016, 00:00 Uhr

"Die Stimme ist ein zweites Gesicht"

Zurück in die Heimat: Trotz aller Erlebnisse in der Welt, kehrte Wolfgang Berry immer wieder nach Klosterneuburg zurück.
KLOSTERNEUBURG. Viel gesehen, viel erlebt und gehört hat er. Die Rede ist hier von niemand geringerem, als von Wolfgang Marc Berry. Aufgewachsen in Klosterneuburg, zog es ihn nach Wien, München und sogar nach Den Haag. Trotz aller schönen Städte, hingen die Gedanken immer bei der Babenbergerstadt. "Die Stimme eines Menschens ist sein zweites Gesicht.", lautet Berry's Leitspruch.

Man lernt nie aus

Bereits durch seine familiären Wurzeln hat Berry einen tollen Start ins Leben hingelegt. Seine Eltern, Christa Ludwig und Walter Berry waren Kammersänger und unterstützen ihn mit stimmtechnischen Arbeiten. Mit einer absolvierten Gesangsausbildung ging's auf die Privatuniversität für Musik und Kunst nach Wien. Schon bald darauf nahm Wolfgang Berry beim Song Contest in Den Haag teil, sang in der Wiener Staatsoper und trat als Kaiser Franz Joseph in der Musical Operette "Sisi und Romy" bei den Mörbischer Seefestspielen auf.
Doch ist man nicht nervös bei Auftritten? "Umso mehr Leute, desto weniger nervös bin ich. Außerdem vergisst man während des Stücks alles um sich.", so der erfolgreiche Sänger. Außerdem produzierte Berry einige Musik- und Werbetexte und lehrte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. "Beim Arbeiten mit den Studenten, habe ich durch das Lehren, selbst viel dazu gelernt.", erzählt Wolfgang Berry.

Private Einblicke

Seine Ehefrau, Johanna Berry ehelichte er im Jahr 1988. Sie unterstützte ihn bei all seinen Auftritten. Kennen gelernt haben sich die beiden in der amerikanischen Schule in Wien. "Johanna kannte mich damals nur als den Typen in der blauen Lederjacke.", lacht Berry. Erst auf einer Party kamen sie sich näher. Seit ihrem 18. Lebensjahr sind Johanna und Wolfgang nun ein Paar. Mit 31 Jahren kam Nachwuchs: Kevin. Er studiert heute Jura, was nichts mit der Musik zu tun hat. "Ich habe ihm das Klavier- und Gittarespielen beigebracht, aber ich wollte ihm immer seinen freien Willen lassen. Ich bin stolz auf ihn.", so Wolfgang Berry.

Vom Singen zum Schreiben

Doch hat man schon so viele schöne Orte der Welt gesehen, war Berry in Gedanken immer in Klosterneuburg – seiner Heimat. So erzählt er: "Klosterneuburg war immer schon in meinen Wurzeln. 2004 wollte wir Haus bauen und dabei kam mir meine Heimatstadt immer im Sinn." Und dafür hat er auch eine gute Erklärung: "Es ist gründ, aber nicht zu grün."
Mittlerweile hat er sich zur Ruhe gesetzt und wird nun als erfolgreicher Buchautor gefeiert. "Tatar" heißt sein erst kürzlich erschienener Krimi-Roman. Und auch im Privaten greift Berry nicht mehr zum Klavier: "Nur mehr für meine Schüler in Gumpoldskirchen spiele ich noch." Außerdem: "Auch beim Autofahren höre ich keine Musik, viele Lieder im Radio kenn' ich schon auswendig, da bin ich lieber mit meinen Gedanken allein."

Zur Sache:

Wolfgang Berry bietet Einzelstunden für jederman an:
Gesang- und Stimmtechnik
Atem-, Sprach- und Stimmtechnik
Präsentationstechnik
Um telefonische Anmeldung unter 0676 5199525 wird gebeten.
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