15.04.2016, 10:19 Uhr

Eine Reise ins Ungewisse

Der vierzigjährige Nicolas Löckel, Besitzer eines MMA (mixed-martial-arts) Studios im fünften Wiener Gemeindebezirk nahm an einer Ayahuasca-Zeremonie teil

Der Klosterneuburger Nicolas Löckel flog mit der Produktionsfirma TV-Salon nach Peru.

KLOSTERNEUBURG: Mehrere Wochen suchte die Produktionsfirma TV-Salon nach geeigneten Kandidaten für die geplante Dschungel-Dokumentation, welche in zwei Teilen im Abendprogramm von ATV ausgestrahlt werden sollte. Der Klosterneuburger Nicolas Löckel schaffte es ins Finale. Bereits am Montag, dem 25. April um 22:25 Uhr konnte man den ersten Teil der Dokumention mit Spannung verfolgen. Der zweite Teil wird am 2. Mai ebenfalls um 22:25 Uhr ausgestrahlt werden. Ein achtköpfiges Team flog nach Lima, danach ging die gefilmte Reise weiter nach Iquitos, der größten Stadt im tropischen Regenwald. Bei einem Interview erzählte der MMA -Besitzer von seinen Erlebnissen und Eindrücken im Dschungel.

Leben wie die Naturvölker

„Wir waren drei Männer und zwei Frauen, erzählte Nicolas Löckel. Wir durchquerten den Dschungel, um zu einer Lodge namens Pacaya Samiria zu gelangen. Im Naturschutzgebiet trafen wir uns mit einem Schamanen, um über mehrere Tage einer Ayahuasca Zeremonie beizuwohnen. Teil dessen war es, einen halluzinogenen Pflanzensud aus der Liane Banisteriopsis caapi zu trinken. Ich freute mich auf die angekündigten Visionen, welche ich nach Einnahme des Trunks tatsächlich hatte.“

Unvergessliche Erlebnisse

„Solche Erlebnisse sind für die Teilnehmer unvergesslich, bestätigt die zertifizierte Schamanin Ursula Smolik aus Kierling. Eventuell gingen die Teilnehmer auch durch die Hölle. Die Zeremonie erweitert das Bewusstsein und wirkt reinigend. Eine schamanische Reinigung ruft heftige Reaktionen hervor. Die symptomatischen Entgiftungserscheinungen, wie etwa starkes Schwitzen und Übelkeit sowie die Begegnung mit seinen eigenen Schatten, die sich in Form von Dämonen zeigen können, sind Teil des Prozesses.“

Keine Privatsphäre


"Privatsphäre hatten wir keine, bestätigt der Vierzigjährige. Rund um die Uhr gefilmt zu werden, war ungewohnt. Jedoch hatte ich ja noch den freien Willen und so konzentrierte ich mich auf mich. Meinen Vorsatz, nach dieser Reise bewusster zu leben und mehr auf meinen Körper zu hören, konnte ich bis jetzt umsetzen. "

Zur Sache:
Weltweit übt der Schamanismus der indigenen Völker eine starke Faszination auf Menschen verschiedenster Weltanschauung aus. Sie alle erhoffen sich von dem Ayahuasca-Trank der peruanischen Heiler, welcher Visionen hervorruft, Bewusstseinserweiterung und Genesung. Den Ayahuasca-Schamanismus praktizieren, hüten und ehren die Einwohner bis heute als kostbares Erbe. Diese Weisheit wird seit Jahrhunderten mündlich überliefert und gelehrt.
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