23.05.2016, 11:24 Uhr

Kritzendorf: Naturkunde "live" erleben

Die Teilnehmer genossen die Darstellung der Fachleute Ilse Wrbka-Fuchsig und Thomas Wrbka. (Foto: Gross)
KRITZENDORF (red.) Biologische Vielfalt (Biodiversität) bezeichnet ganz allgemein die Vielfalt von Lebensformen. Alle Lebewesen - ob Tier, ob Pflanze - unterscheiden sich voneinander und geben diese Einzigartigkeit auch an ihre Nachkommen weiter. Alle Arten stellen spezifische Ansprüche an ihren Lebensraum und gestalten diesen auch mit und formen so ein komplexes Gefüge, wie z.B. Trockenrasen oder Auwälder.

Balance sichert Überleben

Ganz allgemein ist ein Lebensraum mit einer hohen Biologischen Vielfalt produktiver und widerstandsfähiger gegenüber Störungen (natürliche wie menschliche Einflüsse). Je höher die Vielfalt ist, desto eher können sich Pflanzen und Tiere an Veränderungen des Klimas und der Umwelt anpassen. Eine wichtige Vorbedingung ist der Erhalt unterschiedlicher Lebensräume. Das kommt auch dem Menschen zugute: Eine intakte Natur vermindert bzw. verhindert Bodenerosion und Überschwemmungen.

Vielfalt erlebbar machen

Österreich zählt zu den artenreichsten Ländern Europas: Insgesamt 67.000 Arten, darunter ungefähr 45.000 Tierarten (93 Säugetier- und über 37.000 Insektenarten), 3.000 Farn- und Blütenpflanzen kommen bei uns vor. In den „Roten Listen gefährdeter Tierarten“ stehen 27% der Säugetiere, 27% der Vögel, 60 % der Kriechtiere und Lurche. Gezielte Schutzbemühungen versuchen diesen Rückgang aufzuhalten; manchmal gelingt sogar eine Trendumkehr wie z.B. beim Kiebitz in Vorarlberg, dessen Bruterfolg sich in den letzten Jahren vervielfacht hat.
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