12.06.2016, 00:00 Uhr

Radar: Kierling im Blitzlicht

Geblitzt: In Kierling stehen zwei Radarboxen, welche "scharf" auf Schnellfahrer warten.

Serie Teil 6: In Niederösterreich stehen 148 Radarkabinen. Zudem sorgen mobile Radar und Section-Control-Einrichtungen für Verkehrserziehung.

KIERLING. Rund um die Uhr sorgen Radarboxen für mehr Verkehrssicherheit. Neben den fixen Standorten schwirren die Polizisten jedoch immer öfter mit mobilen Radaranlagen aus, um dem „gelernten“ Raser entgegenzuwirken. Mittlerweile kommt die Exekutive in NÖ allein mit ihren mobilen Messgeräten auf rund 45.000 Einsatzstunden pro Jahr. Langfristig führt diese Präsenz laut Polizei zu niedrigeren Durchschnittsgeschwindigkeiten.

Neue Geräte: Mehr Strafen

Fährt man durch Kierling, fällt neben den schönen Häusern und Gartendekorationen vor allem eins auf: Dieser Ort hat zwei fixe Radargeräte. Die Bezirksblätter haben sich auf die Lauer gelegt und nachgefragt. "Kierling hat zwei Radargeräte, weil eine stark befahrene Landesstraße durchläuft, welche auch als eine Hauptverkehrsroute gilt", erklärt Christa Hammer, Leiterin des Fachgebietes Verkehr in der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung.
"Die Geräte messen nur den abfließend vorbeifahrenden Autos, bis auf die neueren, denn die können auch den kommenden Verkehr messen", so Hammer. Doch heutzutage haben die fixierten Radarboxen nur noch Seltenheitswert, denn bereits vor 15 Jahren ist man auf mobile Lasergeräte umgestiegen. Alle Radarboxen werden von speziell geschulten Polizisten gewartet und sie tauschen auch die Filme aus.

Zur Kasse gebeten

Wie viele Leute bezahlen überhaupt ihre Strafen? "Etwa 80 Prozent der Anonymverfügungen werden bezahlt, die restlichen 20 Prozent nicht. Diese bekommen dann eine Lenkerauskunft und dann eine Strafverfügung", so Hammer.
Haben Sie brav bezahlt? "Ich habe den Führerschein bereits seit 30 Jahren, aber nur drei Anonymverfügungen wegen Schnellfahren bekommen. Die teuerste Rechnung war mit etwa 150 km/h auf der Autobahn, da habe ich um die 100 Euro bezahlen müssen", erzählt Gerhard Rabl. Und auch der 28-jährige Paul Felbermayer schließt sich dabei an: "Ich hab' seit 10 Jahren den Schein und seit 8 Jahren ein Auto. Meine höchste Strafe waren knapp 70 km/h im Ort, da kam eine Strafe mit 60 Euro."

Zur Sache

Bei einer Geschwindkeitsübertretung von bis zu 10 km/h muss man 30 Euro Strafe bezahlen. Für 76km/h im Ortsgebiet muss man in NÖ etwa 100 Euro berappen. Und bei einer Geschwindigkeitsübertretung von 30 km/h müssen 120 Euro entrichtet werden.

Gewinnfrage 6:

Mit welchem Strafausmaß muss man für 76 km/h im Ortsgebiet rechnen?
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