02.06.2016, 00:00 Uhr

Uneinigkeit bei den Spitznamen

Zufrieden: Verena Lazic ist zwar mit ihrem Namen zufrieden, würde ihn aber gerne abkürzen können – ihr Vater hingegen trägt Geschichte in seinem Namen.
KLOSTERNEUBURG. Maria, Lisa, Peter und Johann – das sind alles Namen, welche wir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in unserem Freundeskreis haben und mit bestimmten Personen verbinden. Doch gibt es auch Namen, mit welchen so mancher nicht glücklich ist, beziehungsweise nach jemand bestimmtes benannt wurde. Die Bezirksblätter machten sich auf die Suche und suchten die schönsten und "unbeliebtesten" Namen unter den Klosterneuburgern.

Spitznamen: "in" und "out"

"Ich heiße Verena. Meiner Mutter gefiel der Name, mein Vater hätte mich lieber Marina benannt. Ich bin zwar zufrieden mit Verena, aber ich hätte gerne einen Namen, welchen man abkürzen kann – Veri gefällt mir dagegen nicht", erklärt Verena Lazic. Auch ihr Vater, Velicko Lazic, verbindet Familiengeschichte mit seinem Vornamen, so erzählt er: "Angeblich hat der Bruder meines Vaters, welcher im Krieg gefallen ist, auch Velicko geheißen." Und die beiden sind nicht die einzigen, auch Harald Lechner ist mit seinem Namen nicht zur Gänze erfreut: "Ich mag nicht, dass mein Name abgekürzt wird. Harry klingt komisch – wie haarig. Aber man gewöhnt sich im Laufe der Jahre daran." Dahingegen ist Johannes Kirschner zufrieden: "Johannes find' ich voll in Ordnung, meine Kinder würd' ich nie so nennen, ich bin für einen Oliver – Der Name gefällt mir." Und hier ist sich auch Verena Lazic sicher: "Mein Sohn könnte mal Maximilian heißen, das kann man nämlich mit Max so lieb abkürzen."

Pumuckl und Max Mustermann

Doch gibt es auch Namen, welche man nicht geben darf? "Ja, die gibt es", erklärt Harald Hohenecker, Leiter des Standesamts der Stadtgemeinde und fährt weiter aus: "Beispielsweise Pumuckl, oder Winnetou darf man nicht verwenden, aber das ist auch klar." Denn, als Elternteil darf man seinem Kind keine Namen geben, welche nicht üblich sind oder sich negativ auf das Wohl der Kinder auswirken könnten. Außerdem "muss der erste Vorname dem Geschlecht des Kindes entsprechen", wie Hohenecker erklärt.

Zur Sache

Die beliebtesten Namen 2015 waren:
Weiblich: Emma, Sophie, Anna, Flora und Lara
Männlich: Paul, Moritz, Simon, Matteo und Lukas.
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