25.05.2016, 23:03 Uhr

Bienen und Natur - News 18/2016

BIENEN UND NATUR - NEWS
VOM FRÖHLICHEN IMKER 18/2016

DIE HONIGBIENEN IN GEFAHR
Die Situation der Bienen hat einen sehr besorgniserregenden Zustand erreicht. Immer mehr Krankheiten treten auf und es ist keine grundlegende Änderung in Sicht. Es verschwinden plötzlich die Bienen aus tausenden von Stöcken, ohne dass man genau weiß warum. Die Imker müssen mit chemischen Arzneimitteln und anderer Chemie im Bienenstock gegen die Krankheiten angehen. Man kommt zu dem Schluss, dass der Bien nicht mehr in der Lage ist, sich aus eigener Kraft gegen die Krankheiten zu wehren. Das heißt, dass ihr Immunsystem stark geschwächt ist.

Die eventuelle Lösung wäre:
Das Beispiel der Varroa zeigt dieses Problem sehr anschaulich. Wir Menschen brachten die Milben aus Asien mit, wo die Honigbiene seit tausenden von Jahren ohne Probleme mit ihnen leben konnte. Wenige Wissenschaftler brachten diese Varroen nach Europa und plötzlich brachen alle Honigbienenvölker unter der Varroa zusammen.
Nun gibt es in der Natur kein Tier, das seinen Wirt tötet. Denn damit würde es sich ihre Überlebensmöglichkeit selbst zerstören. Aber die Varroa macht es.
Warum?
Die Biene gibt es seit über 100 Millionen von Jahren. Der Mensch ist viel jünger, 1,5 Millionen. Wir, die Imker, haben vor ca. 130 Jahren angefangen, uns in die Belange der Bienen einzumischen.
Und jetzt entdecken wir, dass das Immunsystem der Bien stark geschwächt ist. Kann man sagen, dass das mit unserer Form, mit den Bienen umzugehen, zu tun hat? Es ist sehr wahrscheinlich.
Wenn ein Lebewesen andauernd starken Stressfaktoren ausgesetzt ist, wird im Laufe der Zeit das Abwehrsystem geschwächt. - So wie bei uns Menschen. - Ich glaube, dass ungewollt oder auch absichtlich Methoden in der Bienenhaltung angewendet werden, die bei den Tieren starken Stress hervorrufen. Hinzu kommen noch die Gifte und Chemikalien im Bienenstock und in der Natur. Der Bien ist sehr geschwächt.
Mein Bestreben ist, dass ich den Stressfaktor der Honigbiene ein wenig nehmen möchte. Sie wieder dorthin führen, wo es für ihr Überleben etwas leichter wird.
Eigentlich genauso wie es bei uns Menschen sein sollte. Bin aber bei weitem nie ein Bienendoktor. Weil dafür bin ich ein zu kleines "Würmlein". Vielleicht ein Bienenflüsterer, der ihre Sprache nicht versteht.
Bei meinen Bienenvölkern wird meinerseits keine Chemie eingesetzt. Dementsprechend sind auch die Produkte chemiefrei. Rein natürlich mit einem Wort. Nicht Bio, da meine "Mädels" nicht in riesigen Glashäusern stehen, wo keine Chemie bei gewissen Obst- und Gemüsesorten versprüht werden.
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