26.04.2016, 12:40 Uhr

Die Gefahr lauert im Haushalt

Rosemarie Raschbauer mit ihren Töchtern Julia und Anika und den oft zu Besuch weilenden Nichten Rafaela und Sabrina.

Alle 13 Minuten verunglückt in Österreich ein Kind in den eigenen vier Wänden, hauptsächlich durch Stürze.

BEZIRK KORNEUBURG. Eine der häufigsten Kinderunfälle sind Stürze, dabei könnten gerade diese durch einige einfache Sicherheitsmaßnahmen oft vermieden werden. Die Bezirksblätter sahen sich um und machten die typischen Kinder-Fallen im Eigenheim ausfindig.

Rasende Lauflernwagerln


Bisambergs Kinderarzt Ferdinand Sator sieht etwa auch große Gefahr in den Lauflernwagerln. „Das Kind sitzt dort drin und bekommt so eine enorme Geschwindigkeit, die es selbst noch gar nicht hätte. Das kann einerseits schlimme Folgen haben, wenn das Kind über Schwellen und Stufen stürzt – es kann sich selbst aus dem Wagerl nicht befreien. Andererseits führt es beim Kind zu Frustration, weil es merkt, ohne Wagerl geht´s dann nicht mehr so gut.“

Gefährliche Chemie


Auch bei der „Haushaltschemie“ sieht Sator Gefahren für kleine Kinder. „Mittlerweile gibt es in jedem Haushalt eine derart große Menge an Putzmitteln, dass die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert, einfach viel höher ist.“ Speziell im Krabbelstadium sollte überhaupt auf Reinigungschemie auf Böden verzichtet werden.

Gefahr in Hof und Garten


Schier unermesslich sind die Gefahren für Kinder in betrieblichen Bereichen wie zum Beispiel in der Landwirtschaft. "Die Kinder aus allen Betriebsbereichen fernzuhalten ist so gut wie unmöglich", weiß Winzerin Rosemarie Raschbauer, Mutter von zwei Kleinkindern. "Hier an alle Gefahren zu denken und zu erkennen, bedarf schon der professionellen Hilfe durch Beratung vor Ort", meint sie und hat diese auch selbst in Anspruch genommen.
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