14.03.2016, 09:06 Uhr

Es war eine Mutter

In Verbundenheit nach einem gelungenen Abend: Hans Knor, Gerti Martinetz, Bgm. Andreas Arbesser, privat untergebrachte Flüchtlinge Asadi Ahmad und Mohammad Salami sowie Vzbgm. Josef Waygand gemeinsam mit jungen Asylwerbern.

Junge Asylwerber trugen Kinderlieder in Deutsch im voll besetzten Gemeindesaal in Langenzersdorf vor.

Auf enorm großes Interesse stieß die Veranstaltung "Syrien trifft Langenzersdorf", die von der Plattform für Integration von Flüchtlingen "Intitative Langenzersdorf" veranstaltet wurde. Im voll besetzten Gemeindesaal reichten die Sitzplätze bei weitem nicht aus, so viele Ortsbewohner, auswärtig angereiste Besucher und Asylwerber waren gekommen. Bürgermeister Andreas Arbesser bedankte sich bei der Hilfsinitiative und stellte fest, dass das Zusammenleben in Langenzersdorf sehr gut funktioniert. Veronika Rampetsreiter als Sprecherin der überparteilichen Hilfsplattform führte durch den Abend und erklärte, wie es zur Idee dieses Gemeinschaftsabends kam: "Die Idee wurde im Open Space geboren, das ist ein offenes, wöchentliches Treffen im Alten Bahnhof um einander zu begegnen, Erfahrungen auszutauschen, zu spielen, zu musizieren oder einfach nur die deutsche Sprache mit den HelferInnen aus Langenzersdorf zu üben". Rampetsreiter warb um weitere Unterstützungshelfer, die Art der Einbringung ist vielfältigst möglich.
Der Diavortrag von Hans Knor, der 2008 Syrien bereiste, und zeigte die landschaftliche Vielseitigkeit und das reiche Kulturerbe dieses arabischen Staates. 3000 Jahre Geschichte, von Altertum zur griechisch-römischen Zeit, Eroberung durch Alexander den Großen, Vorherrschaft Ägyptens und Osmaniens, all dies hinterließ kulturelle Einflüsse und großartige Bauwerke in diesem Land, von denen eindrucksvolle Bilder gezeigt wurden. Die Beschreibungen von Hans Knor und von Asadi Ahmad, der aus Syrien stammt und gemeinsam mit seiner Familie privat in Langenzersdorf Asyl gefunden hat, faszinierte das Publikum. Ahmad wurde von Dolmetscher Albert Bashkairoun unterstützt. Einmal mehr wurde auch das Ausmaß der Zerstörung in diesem Land thematisiert, das auch vor kulturellen Schätzen nicht Halt macht.

Dass Integration mit dem Erlernen der Landessprache beginnt, zeigten junge Flüchtlinge eindrucksvoll mit einem Gesangsauftritt gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin, Elisabeth Behr. Sie trugen uns allen bekannte Lieder vor, und das Publikum sang bei "Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder" kräftig mit.

Über den Tellerrand kochen
Unter dem Motto „Kennen- & Kostenlernen der Kulturen“ luden danach syrische Flüchtlingsfrauen zum Abschluss zu einem arabischen Buffet. Der Augen- und Gaumenschmaus wurde wahrhaft gestürmt und innerhalb kürzester Zeit waren Mhamra, Mahshi und Kibbeh mit Begeisterung aufgegessen.
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