20.04.2016, 15:35 Uhr

Freilaufende Krokodile in der Fossilienwelt

Geschäftsführerin Ursula Artner-Rauch mit Petra Schneider, Sandra Hörker und Barbara Busch – auch eine einheitliche "Uniform" gibt es jetzt.

Vom Schmucktempel zurück zum tropischen Urmeer samt Krabben-Weckerl und Sumpfteich.

STETTEN. Die Fossilienwelt in Stetten hat sich heuer ganz besonders herausgeputzt. Geschäftsführerin Ursula Artner-Rauch hat, gemeinsam mit ihrem Team, die Ärmel hochgekrempelt und so präsentiert sich das Ausflugsziel nun in neuem Glanz. "Wir haben versucht, mit einfach Mitteln etwas zu verändern", erzählt Artner-Rauch.
So betritt man die Fossilienwelt nicht nur durch einen tropischen Mangrovenwald, auch im Inneren des früher von Schmuck überlasteten Gebäudes zieht sich das Thema Meer und Sand durch.
Zurück zum Ursprung scheint das Motto zu sein, denn nicht nur die Sandbänke des tropischen Urmeeres springen ins Auge, auch die Gastronomie, deren Raum nun vergrößert und dadurch aufgelockert wurde, besticht mit Kreativität. So kann man sich ein Krokodil-Stangerl einverleiben oder auch ein Krabben-Weckerl. Schmuck gibt es noch, aber reduziert. Zudem gibt es ein Eck mit regionalen Schmankerln und auch ein eigenes Regal speziell für Kinder.

Hinein in die Vergangenheit

Bevor man die Halle mit dem Riesenaustern-Riff betritt – übrigens die größte paläontologische Grabung, die es je in Österreich gegeben hat – kommt man an freilaufenden Krokodilen, Nashörnern und Schildkröten vorbei. "Wir haben einen Sumpfteich angelegt, der zeigen soll, welche Tiere hier früher gelebt haben", erklärt Artner-Rauch.
Nach der Show, bei der man die ein Meter großen Austern bestaunen kann, wird dort, wo früher einfach nur ein kahler Gang war, die Geschichte der Ausgrabung erzählt. So erfährt man etwa, das rund 200 Helfer und 20 Erdwissenschaftler von 2005 bis 2008 rund 5.000 Scheibtruhen Sand bewegt haben, um die 15.000 Riesenaustern, Muschel- und Schneckenarten freizulegen.


Perle ade

Auch für das nächste Jahr hat die Geschäftsführerin einiges vor. So soll der "Perlenraum" etwa vom Kitsch befreit werden. "Die fossilien Perlen, die auch hier gefunden wurden, bleiben natürlich", erklärt Artner-Rauch. Statt Elizabeth Taylor sollen dann aber die Stars der einstigen Ausgrabungen in den Mittelpunkt gerückt werden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.