30.04.2016, 19:53 Uhr

Grüße aus dem Mittelalter

Peter Langhammer und Reinhard Schröpfer zogen alte Straßen-Verzeichnisse von Korneuburg zu Rate, um mehr über das Grundstück zu erfahren.

Bei Abbrucharbeiten wurden Teile der Korneuburger Stadtmauer wieder freigelegt.

STADT KORNEUBURG. Es war eines der ältesten Häuser Korneuburgs, das außerhalb der einstigen Ringmauer gebaut wurde. Jetzt ist die ehemalige Villa Ecke Schaumannstraße und Wiener Ring bereits abgerissen. Im Erdreich kamen nun aber Reste der ehemaligen Stadtmauer zum Vorschein. Ein Grund, das umfangreiche Wissen der Mitglieder des Korneuburger Museumsvereins anzuzapfen und mehr darüber zu erfahren.
"Die Stadtmauer, ich vermute auch die Reste, die nun zu sehen sind, geht bis ins Mittelalter zurück", erklärt Reinhard Schröpfer. Hatte die Stadtmauer Korneuburgs früher nur vier Öffnungen (Tore), so erfolgte 1841 die erste zusätzliche Öffnung. "Das war, als man den Bahnhof eröffnet hat", erklärt Obmann Peter Langhammer. Ab 1860 bröckelte die Mauer sukzessive, denn die Stadt wuchs stetig weiter.
Im Museumsverein kann man nur vermuten, denn Häuserverzeichnisse aus jener Zeit gibt es nicht. "Möglich ist, dass das abgerissene Haus einst als Kadettenhaus benutzt worden ist", überlegt Langhammer.
Die nun ausgegrabenen Reste der Korneuburger Stadtmauer wurden von Archäologen dokumentiert. "Jetzt werden sie aber weggebaggert, denn der Neubau bekommt eine Tiefgarage", erklären die Experten vom Museumsverein ein wenig melancholisch.
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