11.07.2016, 15:34 Uhr

Die Gemeinde Leobendorf wird pestizidfrei!

Leobendorf: Leobendorf | Genau fünf Jahre nach dem Dringlichkeitsantrag der GRÜNEN Leobendorf zum Verzicht auf chemische Spritzmittel wie etwa Roundup, wird dieser Forderung endlich nachgekommen. Bürgermeisterin Magdalena Batoha unterschreibt das entsprechende „Natur im Garten“-Bekenntnis: Auf gemeindeeigenen Flächen sollen nur mehr Mittel, die der EU-Bioverordnung entsprechen, zum Einsatz kommen.
Auf den Tag genau am 5. Juli 2011 verfassten die GRÜNEN Leobendorf den Dringlichkeitsantrag mit dem Aufruf „Der Gemeinderat möge beschließen, dass bei der von der Marktgemeinde Leobendorf durchgeführten Grünraumpflege auf den Einsatz von Herbiziden, im Besonderen auf das Totalherbizid Roundup verzichtet wird. [...] Die Aktion Natur im Garten des Landes NÖ bemüht sich seit Jahren, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren. Auch für Gemeinden werden Beratungen und Fortbildungen zur ökologischen Grünraumpflege angeboten. Es wird empfohlen, dieses Angebot entsprechend zu nutzen.“
Der Antrag wurde an den Umweltausschuss unter Gemeinderat Jürgen Punzet, damals ÖVP, verwiesen. Eine Anfrage an ebendiesen betreffend Verwendung von Roundup im April 2015 blieb bis zuletzt unbeantwortet. Dementsprechend überraschte es nun, dass die Umstellung auf ein biologisches Mittel mit Sommer 2016 endlich gelungen ist.
GRin Alexandra Adler (GRÜNE), die den Gemeinderat in seiner letzten Sitzung am 5. Juli aufforderte, das Bekenntnis zum Verzicht auf Pestizide zu unterschreiben, sieht darin einen wichtigen Schritt mit Vorbildwirkung. „Als nächstes müssen wir die Menschen überzeugen, auch in der Landwirtschaft und in Privatgärten auf chemische Keulen zu verzichten. Im Gartenfachhandel wird Roundup leider immer noch angeboten“.
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