23.05.2016, 09:20 Uhr

Das leisten wir uns in Krems!

Krems - Südtirolerplatz, Göbl Architektur | ORTE
Krems an der Donau: Krems |

Im Rahmen der Architekturtage am 3. und 4. Juni

wird unter dem Motto „wert/haltung – das leisten wir uns“ in ganz Österreich dazu eingeladen, Architektur zu entdecken, ihren Wert zu erkennen und die eigenen Ansprüche an die gestaltete Umwelt zu schärfen.

In Niederösterreich konzentriert sich das Programm auf Krems. Zum einen ist die Stadt europaweit sichtbaren Veränderungsprozessen unterworfen, zum anderen werden hier in den nächsten Jahren mehrere Großbauvorhaben realisiert.
Im Fokus stehen die Fragen: Was leistet Architektur, und was will und kann sich die Gesellschaft im Hinblick auf lebenswerte Räume leisten? Der Themenbogen spannt sich vom sorgfältigen Umgang mit Grund, Boden und Mobilität über Fragen der Neu- und Mehrfachnutzung von Gebäuden bis hin zu gestalterischen Aspekten.

In Begleitung jeweiliger ExpertInnen wird Krems an 12 Punkten der Stadt zwei Tage lang zum Schauplatz (inter)aktiver Auseinandersetzung mit Fragen von architektonischer Relevanz. Per Bus oder zu Fuß werden die Facetten baukultureller Werthaltung erkundet, es darf kritisch hinterfragt werden – wobei auch nur einzelne Veranstaltungen besucht werden können.

Am Freitag diskutieren die TeilnehmerInnen im Gewerbepark mit dem Kremser Bürgermeister und zwei GestaltungsbeirätInnen über den Gestaltungsanspruch abseits des historischen Zentrums.

• Bei einem Spaziergang entlang der Krems geht es ebenfalls um Gestaltungsfragen, nun stehen die Problematik des Hochwasserschutzes und die sensible Einbindung der Schutzbauten in das Orts- und Landschaftsbild im Zentrum.

• Kremser SchülerInnen stellen einen neuartigen Stadtführer, einen City Guide von Jugendlichen für Jugendliche vor.

• Bei einer Besichtigung der sanierten und unsanierten Teile von Schloss Gneixendorf werden die Herausforderungen der Erhaltung historischer Bauwerke thematisiert.

• Zwei Wohnbauprojekte, Atriumhäuser in einer Reihenhauszeile und eine verdichtete Flachbausiedlung, zeigen, wie sich hohe Wohnqualität mit ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung verbinden lässt.

Der Samstag bietet einen Leerstands-Spaziergang durch die Kremser Altstadt, bei dem die Ursachen der Verwaisung innerstädtischer Geschäftslokale und die Möglichkeiten einer Zwischen- und Neunutzung beleuchtet werden.

• Die Neugestaltung des Südtirolerplatzes und die Errichtung der Tiefgarage werden bei einer öffentlichen Debatte mit dem beteiligten Architekten, dem Kremser Baudirektor und dem Garagen-Investor vor Ort thematisiert.

• Welche Wege für eine nachhaltige Entwicklung in der Baupraxis bestünden, veranschaulicht ein Besuch im „Department für Bauen und Umwelt“ der Donau-Universität Krems.

• Über die Ansprüche an heutige Museumsbauten sprechen der Architekt sowie der zukünftige Leiter des neuen Kunstmuseums in Krems bei einer Baustellen-Besichtigung.

• Verkehrswissenschaftler und Vertreter der Kremser Verkehrspolitik erörtern die Folgen einer autogerechten Stadtentwicklung und mögliche Alternativen.

• Zum Abschluss lädt ORTE in den eigenen Räumlichkeiten zum Fest.

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich, detailliertes Programm unter www.orte-noe.at.
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