28.09.2016, 17:04 Uhr

Neue Landesgalerie Niederösterreich ist laut Experten welterbeverträglich

(Foto: Archiv)
KREMS. Nun bestätigt ein internationales Gutachten der neuen Landesgalerie Niederösterreich, dass sie welterbeverträglich ist. Im Auftrag des Landes wurden von Dr. Michael Kloos, Experte am Institut für Städtebau und Landesplanung der Universität Aachen und stellvertretender Leiter des UNESCO Chair in World Cultural and Urban Landscapes, die Auswirkungen des Neubaues auf den außergewöhnlichen universellen Wert der UNESCO-Welterbestätte Wachau untersucht.

Respektvoller Umgang mit Kultur-Erbe

Die visuelle Analyse führte zum Ergebnis, dass das geplante Bauwerk keine gravierend nachteiligen Auswirkungen auf die hohe visuelle und landschaftliche Qualität der Kulturlandschaft Wachau habe. „Die Stadt Krems hat schon immer großen Wert auf den respektvollen Umgang mit dem kulturellen Erbe und ihre qualitätsvolle Weiterentwicklung gelegt. Und die Ernennung zum UNESCO-Welterbe hat unser Bewusstsein weiter gestärkt. Das nun vorliegende Gutachten gibt uns Recht, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Bürgermeister Reinhard Resch. Und es spreche für die besondere architektonische Qualität der neuen Landesgalerie Niederösterreich, dass sie der strengen Prüfung standgehalten hat. „Das Gutachten behandelt aber nicht nur das Bauwerk, sondern das gesamte Gebiet herum. Die Empfehlungen, die zur städtebaulichen Weiterentwicklung gegeben werden, sind daher mindestens genauso wichtig.“

„Ankerpunkt“ für Touristen und Kulturinteressierte

Das offene und helle Eingangsgeschoss mit öffentlichen Funktionen der Landesgalerie fungiere als Ankerpunkt für Besucher der historischen Altstädte von Krems und Stein und für Kulturinteressierte. Es sei daher zu erwarten, dass das Besuchermanagement der UNESCO-Welterbestätte positiv beeinflusst werde, ebenso werden auf kultureller Ebene positive Effekte erwartet. Zur Sicherung der Welterbestätte Wachau gibt das Gutachten außerdem die Empfehlung ab, ein städtebauliches Entwicklungskonzept für das Gebiet zwischen Krems und Stein zu erarbeiten. Weiters soll die nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft Wachau gesichert und dazu eine Steuerung von Planungsprozessen und eines Risikomanagements berücksichtigt werden.
Gutachten und Zusammenfassung: http://www.noel.gv.at/Kultur-Freizeit/Kunst-Kultur...
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Karl Maurer aus Krems | 30.09.2016 | 16:09   Melden
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Karl Maurer aus Krems | 30.09.2016 | 16:10   Melden
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