03.06.2016, 09:50 Uhr

Top-Quote: 1 freiwilliger Helfer pro 5 Einwohner

Der FF-Nachwuchs von Jaidhof mit Bgm. Franz Aschauer, Vize Gottfried Weixelbaum, Markus Unhaller, FF-Kdt. Walter Berner, Christian Gruber (FF Jaidhof) und Lukas Gießrigl.
Eisengraben: Freiwillige Feuerwehr |

Die Nachbesetzung der Positionen bei einer auf Freiwilligkeit basierenden Blaulichtorganisation hängt in hohem Maße von der Förderung des Nachwuchses ab. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Eisengraben (Gemeinde Jaidhof) nimmt man diese Verantwortung ernst, gilt es doch, die stolze Zahl von 44 Mitgliedern abzusichern.

Dieser Personalstand - ein Feuerwehrmann pro fünf Einwohner - ist statistisch betrachtet bemerkenswert. Vorbildlich: Die fünf Jaidhofer Katastralgemeinden bündeln ihre Jugendarbeit bei der 1904 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Eisengraben, hier finden Ausbildung und regelmäßige Treffen statt.

Meist folgen Kinder (ab dem 10. Lebensjahr) ihren Vätern zur Freiwilligen Feuerwehr. Jaidhof-Bgm. Franz Aschauer: "Zusätzlich steigt das Interesse mit dem Gelingen der Gemeinde, ihren dörflichen Charakter zu erhalten. Dieser ist Basis für jene Tradition, von der sich das Verständnis für freiwillige Hilfeleistung ableitet". Zeitgemäß gesellen sich nun auch Mädchen zu der früheren Männerdomäne. Die Kids werden innerhalb der Gruppe spielerisch an die sie später erwartenden Einsatz-Szenarien herangeführt - das Miteinander spielt eine bedeutende Rolle. Dies wird durch gemeinsame Kurse (z.B. Erste Hilfe), Übungen, Freizeitaktivitäten und die Teilnahme an Jugend-Vergleichswettbewerben forciert.

Vorbei sind allerdings die Zeiten, wo man als ‚Finanzierer‘ Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr sein konnte - heute gibt es nur noch aktive Einsatzkräfte. Lediglich ein kleiner Teil an ‚Reservisten‘ ab dem 65. Lebensjahr darf eingeschränkt eingesetzt werden.
"Die Finanzierung der Freiwilligen Feuerwehr in Eisengraben steht" - so Aschauer, "auf drei Standbeinen: Landesförderung, Gemeindezuschüsse und Einnahmen aus Veranstaltungen, an erster Stelle das traditionelle Feuerwehrfest."

Im 'Falle eines Falles' ist eine hohe Anzahl an Einsatzkräften von Vorteil, denn je nach Tageszeit oder Wochentag sind nie alle verfügbar. Notfälle werden in der Kremser Bezirksalarmzentrale gemeldet, von dort die Sirenen in der betroffenen Ortschaft ausgelöst und ein Alarm per SMS versendet - Signal für die Mitglieder der FF, einander in der Ortsstelle zu treffen. Dort wird dann über die notwendige Anzahl an Einsatzteilnehmern, das notwendige Gerät und allfällige Kooperationen entschieden. FF-Kommandant Walter Berner: „Am schlimmsten sind jene Einsätze, wo jemand betroffen ist, den man gut kennt - speziell bei Autounfällen. Tag- und Nachteinsätze sind gleich gewichtet, an Wochenendnächten ist durch Autounfälle oft mehr los. Auch Wetterkapriolen spielen zunehmend eine Rolle.“ Vize-Bgm. Gottfried Weixelbaum ergänzt: "Die FF ist zwar kein Verein, doch die Grundgedanken - freiwillige und unentgeltliche Hilfeleistung sowie ein hoher Sinn an Gemeinschaft waren Auslöser, bei der Aktion Mein Verein mitzumachen."

Tobias und Simon, zwei Burschen aus dem FF-Nachwuchs zeigen stolz ihre Erste-Hilfe-Abzeichen und erzählen aufgeregt, dass sie mit einem Feuerlöscher ein kleines Feuer löschen durften. Beide Väter sind - fast logisch - Mitglieder bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Info: Gemeinde Jaidhof http://www.jaidhof.at/1113/Vereine/1526/Freiwillig...
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