13.07.2016, 09:58 Uhr

Stadt Krems ist Vorbild an Korrektheit

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ÖVP Geschäftsführer Raimund Pichler zählte Wahlkarten in der Bezirkswahlbehörde in Krems aus.

Die Neuwahl im Herbst sorgt bei 1.392 Beisitzern im Bezirk Krems für Frust.

Während andere mit Familien feiern, Sonntagsausflüge machen oder einfach nur entspannen, sitzen sie in Schulklassen, Hinterzimmern von Gasthäusern und Gemeindestuben. Von sechs Uhr Früh bis 20 Uhr an jedem Wahlsonntag.
Die Bezirksblätter haben einige der 1.392 Wahlbeisitzer im Bezirk gesucht und mit ihnen gesprochen. Über die Liebe zur Demokratie, den Schaden und - jetzt auch den Spott, den man für diese freiwillige Arbeit nun ertragen muss.
"Die Stadt Krems könnte Vorbild für Korrektheit sein, hier läuft es strickt nach den Vorgaben", freut sich Bürgermeister Reinhard Resch, dass es beim Auszählen der Stimmen oder Briefe zu keinerlei Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Der Stadtchef kennt auch den Grund dafür: "Vor jeder Gemeinderats- und Nationalratssitzung gibt es Schulungen, die besucht werden."
In der Stadt Krems gibt es 42 Wahlsprengel, die jeweils mit vier SPÖ, zwei ÖVP sowie zwei FPÖ-Wahl-Beisitzer pro Wahl-Vormittag und Nachmittag besetzt sind. Resch spricht sich auch gegen eine Abschaffung der Briefwahl aus: "Das wäre ein demokratischer Rückschritt, da wäre ich dagegen.

Mehr Engagement erwünscht
SPÖ-Vizebürgermeister Gottfried Haselmayer sagt auch in seiner Funktion als Wahlleiter, dass es zu keinerlei Unregelmäßigkeiten bei der Wahl kommt: "Wenn es heißt um 9 Uhr werden die Briefe geöffnet, dann ist es so und auch nicht 8.59 Uhr! Aber grundsätzlich wird es immer schwieriger jemanden zu finden, der sich der Aufgabe überhaupt stellt. Diesbezüglich würde ich mir mehr Engagement wünschen." Die Bezirksblätter fragten auch bei Raimund Pichler, Bezirksgeschäftsführer der ÖVP, nach. Er selbst war ehrenamtlich bei der Bezirkswahlbehörde beim Auszählen der Wahlkarten beschäftigt und ärgert sich: "Es ist infam, dass man jetzt kriminalisiert wird, wenn man ehrenamtlich eine Arbeit macht. Schließlich konnte keine Wahlmanipulation festgestellt werden."
Im Bezirk Krems wurden laut Pichler die Wahlkarten korrekt ausgezählt. Der Unterschied zu früher ist, dass die Wahlkarten heute wäschekörbeweise ankommen.
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Karl Maurer aus Krems | 13.07.2016 | 23:16   Melden
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