16.06.2016, 11:37 Uhr

„stop over“ – Ausstellung lädt zum Innehalten ein

Bei der Vernissage v.l. Luca Coser, Cristina Fiorenza, Britta Keber, Kevin A. Rausch, Kurator Dr. Günther Moschig, Bgm. Hedi Wechner und Kulturreferentin Mag. Gabi Madersbacher. (Foto: Spielbichler)

Von Veronika Spielbichler

WÖRGL (vsg). Unter dem Motto „stop over“ stellen seit 10. Juni 2016 vier Künstler in der Galerie am Polylog aus und laden mit Film, Objekten und Bildern zur Auseinandersetzung mit Ortswechsel und Innehalten ein. Die Arbeiten von Luca Coser, Britta Keber, Cristina Fiorenza und Kevin A. Rausch sind noch bis 16. Juli 2016 zu sehen.

Eine schräge Installation aus Holz und Textilien ragt am Wörgler Stadtplatz neben dem Polylog empor – mit dem "Pillar House" thematisiert Cristina Fiorenza das weltweite Thema der Slums. Ihre spontane Architektur aus Resten erinnert an die notdürftigen Behausungen, die Schutz bieten sollen und weist den Weg zur Ausstellung in der Galerie, zu deren Eröffnung Kurator Günther Moschig die Künstler vorstellte. „Die Themenfindung wurde gemeinsam erarbeitet“, erklärte Moschig und wies auf die vielfältigen Bedeutungen des Reisens hin – es könne existenzrettend sein, aber auch kontemplativ.
Cristina Fiorenza stammt aus Italien, lebt jetzt in Wien und zeigt weitere "Pillar-House"-Modelle.

Als Seglerin verarbeitet Britta Keber aus Kärnten Eindrücke aus der Natur – das Meer, Positionslichter, das Blau des Himmels – der Weg als Ziel.
Luca Coser verwendet für seine Gemälde Mischtechniken, Kevin A. Rausch zeigt in der Blackbox der Galerie einen 8mm-Film, Reisende aus Papiermaché und einen Triptychon auf Leinwand, der den Betrachter ins Bild zieht.

Wörgls Kulturreferentin Gabi Madersbacher findet in den Arbeiten das kontemplative Reisen, bei dem es ums Betrachten und Schauen geht und Bürgermeisterin Hedi Wechner sieht „das Faszinierende der Ausstellung darin, dass jeder seine Art des Innehaltens finden kann“. In unserer schnelllebigen Zeit sei Innehalten sehr wichtig, andererseits könne das Verharren im Augenblick wie in Goethes Faust aber auch das Ende sein.

Die vom Kunstverein am Polylog kuratierte Ausstellung „stop over“ ist in der Galerie am Polylog, Speckbacherstraße 13-15 in Wörgl bis 16. Juli zu sehen – jeweils donnerstags und freitags von 16.30-18.30 Uhr geöffnet, samstags von 10-13 und 14-16 Uhr.
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