10.10.2016, 10:12 Uhr

Kufstein macht Jahreskarte für "eh fast Alles"

Ob Eisarena, Kaiserlift, Stadtbus oder Schwimmbad – mit der "Kufstein-Card" soll alles in einem gehen.

Stadtbus, Schwimmbad, Hechtsee, Eisarena, Kaiserlift und Festungseintritt in einer "Kufstein-Card".

KUFSTEIN (nos). Das Stadtmarketing der Festungsstadt musste für seinen neuesten großen Wurf am Mittwoch, dem 5. Oktober, dem Gemeinderat den Vortritt lassen. Neben einer moderaten Indexanpassung der Freizeittarife – die Eintritte für Freischwimmbad und Hechtsee waren seit 2010 unverändert – wurde den Mandataren die neue "Kufstein-Card" präsentiert.

"Preislich vermutlich unschlagbar" sei die neue Jahreskarte, die die alten "Nimm2"- und "Nimm3"-Kombikarten ersetzen soll. Um 89 Euro für Erwachsene (49 Euro Kinder, 129 Euro Alleinerziehende mit Kindern, 149 Euro Familie mit Kindern) gibt's Schwimmbad, Hechtsee, Eisarena, Kaiserlift und den Stadtbus.
Die Finanzabteilung der Stadt stellte fest, dass "eine Indexanpassung unbedingt notwendig wäre", zudem seien "die Tarife im Schimmbad- und Eisarenabereich bei weitem nicht kostendeckend". Im Vergleich zu anderen Einrichtungen sei man in Kufstein "weit unter der üblichen Preisnorm".

Stadtwerke und Stadtmarketing heckten darum seit einigen Wochen eine neue, "attraktive Jahreskarte für Kufsteiner mit einem klaren Fokus auf Familien und Alleinerziehnede" aus. Besonders die Einbeziehung des Stadtbus-Netzes dürfte dabei ein interessantes "Zuckerl" sein, Bürgermeister Martin Krumschnabel hofft dadurch auch mehr Bürger für den öffentlichen Nahverkehr begeistern zu können.

Die neuen, mit Foto personalisierten Karten werden nach "Skidata"-System erstellt, im Eingangsbereich des Rathauses soll dafür ein Selbstbedienungsautomat aufgestellt werden, wie Stadtwerke und Statmarketing erklärten. Der Apparat werde rund 7.000 Euro kosten. Auch der Festungseintritt für die Kufsteiner soll über die neue Karte passieren, dafür muss aber das erst im Frühjahr installierte neue Zutrittssystem im Festungsentreé angepasst werden, am Kaiserlift läuft es schon.
Würden die Jahreskartenverkäufe in Vergleich zu den Vorjahren konstant bleiben, rechnet die Finanzabteilung der Stadt mit einem Minus von rund 17.000 Euro durch die "Kufstein-Card". Allerdings glaubt die Stadtführung eher an Mehrverkäufe und spekuliert mit einem Zuwachs.
Ab November 2016 soll die "Kufstein-Card" verkaufsreif sein.

Moderate Anpassungen

Neben der neuen Jahreskarte sollen die gewohnten Einzeljahreskarten unverändert erhältlich sein, die Tarfie wurden einer moderaten Anpassung unterzogen – so kostet der Einzeleintritt für einen Erwachsenen zum Freischwimmbad künftig 4,50 statt 4 Euro, eine Familiensaisonkarte hier 130 Euro statt bisher 120.
Bei Durchsicht der neu beschlossenen Tarife fällt auf, dass die Stadt ihre Bürger und Vereine gezielt bevorzugen will – "auswärtige Vereine" zahlen durch die Bank in den Sporteinrichtungen mehr als "Kufsteiner Vereine".
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