28.04.2016, 17:14 Uhr

Maibaumkraxeln, Muttertagskonzert und andere „Hochrisikoveranstaltungen“

Jetzt im Frühjahr blüht das Tiroler Vereinsleben wieder so richtig auf. Die Maibaumkraxler schmieren ihre Wadln, die Musikkapelle probt fürs erste Platzkonzert. Aber Achtung: für die veranstaltenden Vereine kann der Maitanz schnell zum Kriminal-Tango werden!

Wenn der Maibaum fällt

Ein „Eitzerl“ fehlt noch, bis der Maibaum endlich gerade steht. Die halbe Gemeinde feuert die Burschen vom Brauchtumsverein an, die dem schlanken „Trum“ den letzten Stesser geben sollen. Sie stemmen sich gegen ihre Hebestangen. Stark sind die Burschen und geschickt. Aber der Baum ist stärker – und tückischer. Im letzten Moment federt er aus seiner Halterung, kracht herunter und zertrümmert einem der Zuschauer die rechte Schulter und mehrere Rippen. Dabei hat der Bursche noch Glück gehabt. Jedes Jahr kommt es zu schweren Unfällen rund um den Maibaum. Beim Aufstellen übrigens weit öfter als beim Kraxeln. Der verantwortliche Verein haftet für die Folgen von Unfällen, die außenstehenden Dritten aufgrund der Vereinstätigkeit zustoßen. Mit Schmerzengeld, Behandlungskosten und Verdienstausfall können da tausende von Euro zusammenkommen.

Hals- und Beinbruch, Mutti!

Das Muttertagskonzert der Musikkapelle verspricht ein voller Erfolg zu werden. Erstmals nach der Winterpause spielt man wieder im Pavillon, der Abend ist lau, und die gefühlvolle Bearbeitung von „Besame mucho“ lassen bei mancher Mutter vor Glück die Augen feucht werden. Noch mehr Tränen vergießt sie allerdings, wenn sie beim Heimgehen über das schlampig verlegte Lichtkabel am Ausgang des Pavillons stolpert und sich den Knöchel bricht. Auch in diesem Fall kann der veranstaltende Verein haftbar gemacht werden. Die Musikkapelle riskiert also, dass ihre Kasse schon im Frühjahr aus dem letzten Loch pfeift.

Schweres Foul in der Nachspielzeit

Copacabana-Stimmung am Fußballplatz. Die Heimmannschaft hat den Gästen aus dem Nachbardorf eine richtige „Klatsche“ mitgegeben, hat sie mit 3:0 nach Hause geschickt. Nur, dass sich die Heimfahrt dann als schwierig herausstellt, weil sich während des Spiels der Fahnenmast am Vereinsparkplatz fallen hat lassen. Quer über zwei Autos der ohnehin schon angeschlagenen Gäste. Das gerichtliche Nachspiel kann für den Heimverein zu einem finanziellen Desaster werden.

Risiko minimieren –Vereinsleben genießen

Die oben beschriebenen Beispiele sind keineswegs erfunden sondern aus dem alltäglichen Vereinsleben gegriffen. Sie zeigen, dass nur ein wenig Pech dazugehört, und schon herrscht mitten im Frühling Allerheiligenstimmung in der Vereinskasse. Eine Vereins- bzw. Veranstalterhaftpflichtversicherung minimiert die genannten Risiken: Sie deckt gerechtfertigte Schadenersatzforderungen oder wehrt diese ab, wenn sie nicht gerechtfertigt sind.

Weitere Infos: hier
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.