13.04.2016, 08:17 Uhr

Meinung: Handy am Steuer – Strafe schützt vor Leichtsinn nicht

Ablenkung und Unachtsamkeit sind mit 34 Prozent im Bezirk Kufstein die Hauptunfallursache im Straßenverkehr. Ein Handy am Steuer beeinträchtigt gleich stark wie 0,8 Promille. (Foto: SYMBOLFOTO: ZOOM-Tirol)
Wenn's in der Tasche am Beifahrersitz klingelt und vibriert, ist die Versuchung groß, darauf zu reagieren. Nur kurz schauen, ob's was Wichtiges ist, nur ganz schnell abheben, um zu sagen, dass man gerade Auto fährt. Man ist eh "nur" auf der Autobahn, was soll da schon passieren? Doch wenn man ehrlich ist, war "es" noch nie wirklich wichtig. Das Telefonat kann warten, und WhatsApp auch.
Blöderweise kann die Moral bei einem selbst noch so groß sein, aber wenn einem der telefonierende oder tippende Gegenverkehr reinbläst, hat man ebenso verloren. Immerhin ist Ablenkung mit 34 Prozent die Hauptunfallursache im Straßenverkehr. Jeder Lenker sollte sich am Riemen reißen, und nicht ständig sich selbst und andere gefährden. Aber ob höhere Strafen wirklich etwas bringen, ist fraglich. Denn diesen "einen kurzen Blick" werden wohl weiterhin viele riskieren…


Sieben Menschen starben im vergangenen Jahr bei Unfällen im Bezirk Kufstein, 502 Lenker mussten ihren Führerschein bei der Bezirkshauptmannschaft abgeben, 16.000 Mal blitzte allein der Frontradar auf der Autobahn bei Wörgl und ein Handy am Steuer beeinträchtigt gleich stark wie 0,8 Promille Alkohol. Mehr zur Verkehrsstatistik 2015 gibt es HIER

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