08.06.2016, 09:26 Uhr

Spendenaktion: Krankenstation in Ghana wird im August eröffnet

Klinik-Leiterin Sr. Rosalie (links) und Hebamme Sr. Stella freuen sich mit Elisabeth Cerwenka auf die Übergabe der Krankenstation am 12. August. (Foto: Privat)

Benefizaktion der Wörglerin Elisabeth Cerwenka geht in die Endphase

WÖRGL/GHANA (hn). Im Mai war Elisabeth Cerwenka wieder in Ghana, um das Projekt Krankenstation voranzutreiben. Nach dem großen Erfolg des letzten Erler Benefizkonzertes (fast 30.000 Euro Reinerlös) kann der Bau nun fertiggestellt werden. Auch das Datum der Übergabe steht bereits fest.
„Die Zeit in Ghana war beglückend, erfüllt, sehr intensiv, aber auch belastend – nicht nur wegen der extremen Hitze. Not, Elend und viele Schicksale sind einfach unvorstellbar“, schildert die Wörglerin ihre jüngsten Eindrücke in Ntronang. Doch die wichtigste Nachricht lautet: Der Bau der Krankenstation geht mit Riesenschritten in die Endphase.

Eröffnung im August

Eingangsbereich und Einzäunung wurden in den letzten Wochen fertiggestellt, Ende Mai wurde mit der ersten großen Reinigung begonnen, Anfang Juni starteten die Maler mit den Innen- und Außenarbeiten, anschließend bleiben noch drei Wochen für die große Abschluss-Reinigung und eventuellen Korrekturen.
Nun hat Bischof Joseph Afrifah-Agyekum von der Diözese Koforidua auch das Übergabedatum bestätigt: „Am 12. August wird die neue Krankenstation offiziell übergeben. Ich freue mich riesig, dass es jetzt soweit ist“, strahlt Cerwenka. Natürlich steht noch einiges an, etwa die Finanzierung der Bestuhlung für den Warteraum, der Kauf von Betten und zwei Untersuchungsliegen. Mit dieser Ausstattung kann die Krankenstation dann schnell in Betrieb genommen werden.


Neuer Standard für die Provinz

Damit wird die medizinische Versorgung in der Provinz auf ein ganz neues Niveau gehoben. Cerwenka: „Father Frederick Kwaku, er ist der Priester in der Missionsstation in Ntronang, hat mir bei meinem Besuch mitgeteilt, dass es in der Diözese Koforidua keine Klinik gibt, die annähernd einen so hohen Standard hat wie jetzt die unsere.“ Große Räume, fließendes Wasser, Strom, Waschbecken, WCs, Duschen – verglichen mit unserem Standard natürlich bescheiden, aber mit dieser Ausstattung wird die Krankenstation wahrscheinlich auf eine „Polyklinik“ aufgewertet. Das heißt, die Regierung stellt mehr Pflegepersonal zur Verfügung. Ein Arzt ist angedacht, es gibt sogar einen Raum in dem kleine Operationen durchgeführt werden könnten.
In Ntronang ist man überglücklich: „Alle im Dorf sind sehr, sehr dankbar und schätzen unsere Hilfe überaus“, berichtet Elisabeth Cerwenka, „ich soll mich im Namen aller bedanken und herzliche Grüße bestellen!“ Als Zeichen der Wertschätzung und Dankbarkeit wird am Gebäude übrigens eine Marmortafel mit einem Dank an die Spender angebracht – ähnlich wie bei der bereits fertiggestellten Presby Schule.


 
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