26.09.2016, 07:30 Uhr

Ehemalige Volksschule Haus bleibt Flüchtlingsunterkunft

Vizebürgermeisterin Martina Lichtmanegger und TSD-Regionalleiter Georg Hochfilzer. (Foto: Haun)
BREITENBACH (flo). Kürzlich beschloss der Breitenbacher Gemeinderat mehrheitlich den Mietvertrag mit der Tiroler Soziale Dienste Gmbh (TSD) bezüglich der Nutzung der ehemaligen Volksschule Haus als Flüchtlingsunterkunft, der am 30. September dieses Jahres abgelaufen wäre, bis 31. Juli 2017 zu verlängern.

"Die Situation ist für die betroffenen Nachbarn sicher nicht einfach", betonte Bürgermeister Alois Margreiter und richtete das Wort an den ebenfalls anwesenden TSD-Regionalleiter Georg Hochfilzer, dem er ausdrücklich erklärte, dass der Mietvertrag nur verlängert werde, wenn die TSD der Gemeinde zusichert, dass die selben Asylwerber im Gebäude bleiben und keine neuen hinzukommen, was dem Gemeinderat von Hochfilzer bestätigt wurde. Darüber, dass der Standort der Unterkunft alles andere als ideal sei, waren sich die Gemeinderäte einig, einen anderen gebe es in Breitenbach jedoch derzeit nicht.

Im vergangenen November wurden sechs Familien, insgesamt 30 Personen, aus Afghanistan in den zwei Etagen der ehemaligen Volksschule untergebracht. Inzwischen wurden drei Kinder geboren. Hochfilzer meinte, dass es seines Wissens nach aber derzeit keine weiteren Schwangerschaften in der Flüchtlingsunterkunft gebe. Die Gemeinde hatte nun auch den Keller des Gebäudes zur Verfügung gestellt, wodurch das Platzproblem, ein Konfilktenherd, gelöst werden konnte. Betreuerin Viktoria Weber sei drei mal pro Woche am Vormittag in der Unterkunft, um nach dem Rechten zu sehen, betonte er weiters gegenüber den Gemeinderäten.

Um die direkten Nachbarn zu beruhigen und ihre Privatsphäre zu schützen wurde der Zaun um die ehemalige Volksschule verlängert und auch um einiges erhöht. "Wenn der Vertrag schon für fast ein Jahr verlängert wird, sollte es wenigstens eine erneute Infoveranstaltung für die Nachbarn geben, um etwaige Probleme ansprechen zu können", meinte GR Markus Luger (FPÖ). Laut Bürgermeister Margreiter sei dies jederzeit möglich. Zwei Asylwerber sind derzeit beim örtlichen Waldaufseher beschäftigt, drei weitere als Reinigungskräfte für die Gemeinde und die Breitenbacher Schulen.
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