17.07.2016, 10:40 Uhr

Alpbacher Bergbahnen unter neuer Führung

Reinhard Wieser wurde einstimmig zum neuen Geschäftsführer bestellt.
Alpbach: alpbach |

Reinhard Wieser wird neuer Geschäftsführer der Alpbachtaler Bergbahnen.

Alpbach - Das Seilbahnunternehmen im Alpbachtal bekommt eine neue Führungsspitze. Letzten Freitag wurde Reinhard Wieser bei der Generalversammlung der Alpbacher Bergbahnen zum Geschäftsführer bestellt. Er tritt neben dem langjährigen Geschäftsführer Peter Hausberger in die Geschäftsführung ein. Hausberger wird sich nach 32 Jahren an der Spitze des Unternehmens mit 30. November 2016 von der Geschäftsführung zurückziehen.
Reinhard Wieser ist seit über 13 Jahren in der Seilbahnbranche tätig. Zuletzt war er über vier Jahre Vorstand der Axamer Lizum AG. Schon in jungen Jahren zeigte sich Wiesers Begeisterung für den Wintersport und dessen Aufstiegshilfen. "Bis zu meinem 20. Lebensjahr war das Skifahren mein Hauptthema, die Schule machte sich für mich nur als Nebengeräusch bemerkbar", erzählt Wieser. Nach der Matura studierte er BWL an der Universität Innsbruck. Auch hier blieb er dem Skisport verbunden. Im UNI-Wettkampf-Team reiste er mit der Österreichischen Studentenmannschaft durch ganz Europa. "Ich habe dadurch viele Wintersportorte und Skigebiete gesehen. Das war eine Erfahrung, die mir einen gewissen Einblick in unsere vielschichtige Branche ermöglicht hat,“ erzählt er. Nach dem Studium machte Wieser seine Leidenschaft zum Beruf und stieg in die Seilbahnbranche ein. Als Vorstandsmitglied agierte er bis zum Jahr 2009 bei den Mayerhofner Bergbahnen. Danach war er zwei Jahre lang bei den Bergbahnen in Lermoos tätig.

Mit den Alpbacher Bergbahnen übernimmt Reinhard Wieser einen Betrieb, der im Winter rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, davon sind 35 Ganzjahresmitarbeiter, die alle aus der Region stammen. Den Zusammenschluss mit der Wildschönau sieht Wieser als großen Pluspunkt der Region. "Die Größe eines Skigebietes ist ein absolut entscheidender Faktor für den Erfolg einer Ski-Destination." Durch die Liftverbindung und die Investitionen der letzten Jahre sei das Gebiet rund um Alpbach sehr attraktiv geworden. "Hier ist bereits viel passiert und es sind wichtige Weichenstellungen getroffen worden, die uns optimistisch in die nächsten Jahre gehen lassen.“ Trotzdem müsse man auch in Zukunft Akzente setzen. „Dazu werden wir unsere Ideen einbringen aber auch versuchen, Erfahrungen und Anregungen aus der Region zu nutzen, um noch attraktiver zu werden - für Gäste und Einheimische."

Bei der Reitherkogelbahn gibt es laut Wieser noch einige Entwicklungsmöglichkeiten. "Die Höhenlage, das Gelände und die Talstation mitten im Ort bieten sehr gute Voraussetzungen, um mit neuen Attraktionen wieder mehr Gäste anzuziehen."
Als größte Herausforderung nennt Wieser das Selbstbild der Region. "Mir fällt auf, dass man von außen viel besser wahrgenommen wird, als man das von innen vermutet. Aber wahre Schönheit kommt von innen. Deshalb müssen sich alle Beteiligten klar werden, welche tollen Möglichkeiten wir hier in der Region Alpbachtal Seenland haben." Zur Frage der weiteren Vorgehensweise, was den aktuell still gelegten Kramsacher betrifft, meint Reinhard Wieser: "Es gilt hier eine klare Abwägung zwischen Romantik, Emotionen und Fakten zu treffen. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kramsach, dem Tourismusverband und der involvierten Behörde ist jedoch bis jetzt sehr konstruktiv."
Die Zukunft der Alpbacher Bergbahnen und der Region sieht Wieser jedenfalls sehr positiv. "Die Region Alpbachtal Seenland und die Bergbahnen haben die Chance, sich als eine der erfolgreichsten Tourismusregionen des Alpenraums zu positionieren und das werden wir auch machen. Davon bin ich fest überzeugt," meint Wieser.
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