19.04.2016, 08:45 Uhr

Neue Heimat Tirol feierte Dachgleiche in Kundl

Zur Firstfeier trafen sich (von links): Architekt Martin Gamper, Vizebgm. Michael Dessl, NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner, Landtagsabgeordnete Bettina Ellinger, Bürgermeister Anton Hoflacher und Architekt Dietmar Ewerz. (Foto: Frischauf)

Bis zum Frühjahr 2017 errichtet die Neue Heimat Tirol am Kundler Riedmann-Areal 57 Mietwohnungen samt gemeinsamer Tiefgarage und neun Eigentumsreihenhäuser.

KUNDL (flo/red). Im August des vergangenen Jahres startete die Neue Heimat Tirol (NHT) mit der Bebauung des lange leer gestandenen Sägewerksareals in der Gemeinde, jetzt ist die Dachgleiche erreicht, die NHT lud am Montag zur Firstfeier.

Mit dem traditionellen Firstspruch eröffnete Zimmermann Hermann Wurm von der Firma Holzbau Wurm am Montag, dem 18. April die Firstfeier der Neuen Heimat auf dem Riedmann Areal in Kundl.

Bis zum Frühjahr 2017 entstehen dort nach den Plänen des Architekturbüros "teamk2 architects ZT GmbH" 57 Mietwohnungen samt gemeinsamer Tiefgarage in Passivhausqualität und neun Eigentumsreihenhäuser in hoher energetischer Qualität. NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner ließ dazu wissen:
„Mit dieser Wohnanlage am Riedmann-Areal erhalten die Absiedler der Gemeindewohnhäuser leistbaren neuen Wohnraum und viele weitere neue Mieter topmoderne Wohnungen in Passivhausqualität.“

Die Nähe zur Bahn stellte die Architekten bei ihrer Planung vor große Herausforderungen. Die Abschottung gegen den Bahnlärm gelingt, indem der mehrgeschossige Wohnbau parallel zur Bahnstrecke errichtet wird. Es entstehen vier einzelne Baukörper, die durch einen geschlossenen Laubengang verbunden sind. Dieser Laubengang übernimmt, zusammen mit der Lärmschutzwand der ÖBB, die Funktion eines Puffers zu den Bahngeleisen hin.
Die Bewohner der 27 Wohnungen aus den nahe gelegenen drei Gemeindewohnhäusern am Kundler Sportplatzareal werden sobald die neuen Wohnungen fertigstellt sind in diese übersiedeln. Die alten Gemeindewohnhäuser, die Ende der 1950er Jahre errichtet wurden und nicht mehr den aktuellen Standards entsprechen, werden anschließend abgerissen, um der Verlängerung der Unterinntal Trasse zu weichen. Von Bürgermeister Anton Hoflacher war zu erfahren dass alle 57 Wohnungen des neuen Gebäudes bereits vergeben sind.

Voll ausgestattet, barrierefrei und mit Bürgerbeteiligung

Der Wohnungsschlüssel sieht 35 Zweizimmer-, 18 Dreizimmer- und vier Vierzimmerwohnungen vor. Sämtliche Tops erhalten entweder Balkone bzw. im Erdgeschoß jeweils auch eigene Terrassen und Privatgärten. Mittlerweile Standard ist die barrierefreie Erreichbarkeit sämtlicher NHT-Wohngebäude. Jede Wohnung wird mit einer Komfortlüftungsanlage ausgestattet. Geheizt wird mittels Fernwärme aus Kundl.

Die wohnanlageninternen Nebenräume wie Fahrrad-, Kinderwagen-, Trockenräume sowie die Kellerabteile befinden sich im ersten Unter- bzw. Kellergeschoß. Die Tiefgarage bietet insgesamt Platz für 68 PKW, im Freien werden zusätzliche Besucherparkplätze errichtet.

Großen Wert legten die Gemeinde sowie die NHT auf eine Bürgerbeteiligung bei der Freiraumgestaltung. Auch „Kunst am Bau“ ist für die Wohnbaugesellschaft bei dieser Anlage ein Thema.
Auf eine Beteiligung aller Bewohner bei der Freiraumgestaltung legt die Neue Heimat ebenso Wert und so gab es bereits eine Veranstaltung bei der die künftigen Bewohner gemeinsam mit einer Grünraumplanerin ihre Ideen für die Außenflächen einbrachten. Einstimmig beschlossen wurde die Errichtung eines Grillplatzes. Den Bewohnern wird auch ein Car Sharing Modell angeboten, das ein Jahr lang von der Gemeinde und der Neuen Heimat finanziert wird. Hierbei handelt es sich um ein Elektrofahrzeug und jede damit gefahrene Stunde kostet 5 Euro und alle Nutzer bezahlen einen monatlichen Beitrag zwischen 10 und 20 Euro.
Bürgermeister Anton Hoflacher betonte, dass mit diesem Projekt ein Anliegen der Gemeinde nämlich leistbares Wohnen in Kundl, einem Ort der fast schon gleich viele Arbeitsplätze wie Einwohner hat zu schaffen umgesetzt wurde. Neue Heimat Geschäftsführer Hannes Gschwentner freute sich über eine unfallfreie Baustelle und LAbg Bettina Ellinger lobte das mit Weitblick in die Zukunft gebaute Projekt.

Die Baukosten betragen rund 8,5 Millionen Euro brutto. Die Grundkosten belaufen sich auf 67.000 Euro, sodass die Gesamtherstellungskosten etwa 8,6 Millionen Euro betragen werden. Die durchschnittliche Miete pro m² Nettonutzfläche inklusive Tiefgaragenplatz kommt auf 7,48 Euro.
Der Kaufpreis für jedes der neun Eigentumsreihenhäuser beträgt rund 320.000 Euro, war von offizieller Seite zu erfahren. Wenn der Bedarf nach weiteren Eigentumsreihenhäusern gegeben wäre, sei geplant auf dem Areal noch weitere zu errichten.
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