14.03.2016, 08:46 Uhr

Vom Abfallholz zum Anhänger

Manuel Mair in seiner "NatureCraft"-Werkstatt (Foto: NatureCraft)
WÖRGL. Manuel 'Janus' Mair (30) und Verena Huber (25) stellen seit August 2015 ihren "NatureCraft"-Schmuck her. Manuel ist seit Jahren als Werbeagentur selbständig tätig und Verena absolviert ein Studium in Ethnologie. Beide leben Vegan und engagieren sich stets für Tier- und Menschenrechte. Die Idee zu "NatureCraft" kam eher zufällig. Doch schnell stellte sich heraus, dass dieses Hobby nicht nur Spaß macht, sondern auch einen Traum erfüllen kann. Nämlich den, von diesem Hobby auch irgendwann leben zu können. "Wir möchten weg vom "Plastic Planet" - Zurück zur Natur. Zurück zu regionaler, handgemachter Qualität.

Holz ist geil, Holz ist nachhaltig, Holz ist vielfältig in Form und Farbe.

Mit deiner Unterstützung wollen wir unseren handgemachten upcycling Schmuck in Geschäfte in der Umgebung bringen. Um dies zu schaffen, brauchen wir ein schnelleres Lasergerät, mehr Platz zum Lagern des Holzes und der Maschinen und letztlich auch Budget für Werbung und Vertriebswege", erklärt Manuel Mair.

Regional, nachhaltig und vegan

Worum geht es im Projekt "NatureCraft"? "Nachhaltigkeit und Regionalität, ebenso wie die Verwendung von tierleidfreien (veganen) Produkten, sind uns wichtig. Deshalb verwenden wir ausschließlich lüstrierte Baumwollschnüre statt Lederbänder und hochwertiges Kokosöl bzw. bei Zirbenprodukten Zirbenöl, zur Versiegelung der Hölzer statt Chemie. All unsere Anhänger sind Schnittreste aus dem Wald, Abschnitte von Obstbäumen oder Treibhölzer aus Tiroler Gewässern.
Wegen uns wird kein Baum gefällt! Es ist somit ein Upcycling-Prozess bei dem wir wiederverwerten, was sonst zum Verrotten liegen bleiben würde. Die Hölzer liegen oft auch schon Monate und Jahre im Wald oder treiben im Wasser, werden angespült, trocknen, werden wieder mit Wasser umspült; so erzählt jedes Holz seine eigene kleine Geschichte, welche sich in dessen Struktur widerspiegelt. Jedes Holz ist ein absolutes Unikat für sich", hält Mair fest.

Um ihrem Ziel näher zu kommen, entschlossen sich Mair und Huber, Interessenten über das Internet für ihre Idee zu begeistern und so die Mittel zu besorgen – über die "Crowdfunding"-Plattform Startnext.com.

"Als erstes kaufen wir uns ein professionelles Lasergerät, womit wir mehr produzieren können. Wir werden viel herumfahren müssen und persönliche Gespräche mit potentiellen Partnern im deutschssprachigen Raum führen, damit unsere Produkte es in die Läden schaffen. Bei einer Überfinanzierung können wir mehr Budget in unsere Maßnahmen stecken."

Die "Startnext"-Kampagne wartet nun auf Freischaltung durch das Unternehmen, dann wird es spannend für die beiden Wörgler und ihre Expansionspläne.
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