24.03.2016, 13:12 Uhr

Ja zum Bargeld, Ja zur Beschäftigung von Ausländern

ÖVP-Landesgeschäftsführer Christoph Wolf freut sich über die Ergebnisse der Mitgliederbefragung. (Foto: ÖVP)

ÖVP Burgenland befragte ihre „Basis“

EISENSTADT. Exakt 774 Mitglieder der ÖVP Burgenland nahmen an einer Internet-Umfrage zu aktuellen Themen teil. Eindeutig fiel das Ergebnis bei der Frage aus, ob das Bargeld als Zahlungsmittel erhalten bleiben soll: 94 Prozent stimmten für ein klares Ja. „Das Thema Bargeld ist ein emotionales. Die Menschen wollen, dass Wahlfreiheit und Privatsphäre beim Bezahlen gewahrt bleibt“, sagt ÖVP-Landesgeschäftsführer Christoph Wolf.

Für Vereinsfeste

Wenig überraschend auch die Ergebnisse rund um das Thema „Vereinsfeste“, die von 98 Prozent der Befragten als Bereicherung des Dorflebens gesehen werden. 90 Prozent befürworten eine Vereinfachung der gesetzlichen Grundlagen für Vereinsfeste. „Das ist ein Schritt, der nur auf Bundesebene getan werden kann“, so Wolf. Dass Vereinsfeste die Existenz lokaler Gastronomie gefährden, schließen 77 Prozent der Befragten aus.

Auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen

Die ÖVP wollte von ihren Mitgliedern auch wissen, wie sie zur Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte steht. Mehr als drei Viertel gaben an, dass sich sich am Arbeitsmarkt nicht von ausländischen Beschäftigten verdrängt fühlen. 86 Prozent denken, dass das Burgenland in gewissen Branchen auf ausländische Beschäftigte angewiesen ist.

ÖVP-Grundsätze bestätigt

Wolf sieht in den Umfrageergebnissen die Grundsätze der ÖVP wie „europäisches Denken“ und das „Leistungsprinzip“ bestätigt. „Anstatt die Arbeitnehmerfreizügigkeit einzuschränken, solle Rot-Blau lieber Initiativen zur Schaffung von Arbeitsplätzen setzen, fanden rund drei Viertel der Befragten“, so der Landesgeschäftsführer.

SPÖ: Befragung anscheinend nur bei Wirtschaftsbund-Mitgliedern

Die Reaktion der SPÖ ließ nicht lange auf sich warten. So meint Landesgeschäftsführer Helmut Schuster in einer Aussendung, dass „die Befragung der ÖVP anscheinend nur bei den Mitgliedern des Wirtschaftsbundes stattgefunden haben dürfte, da von den Unternehmern zu erwarten war, dass sie sich gegen eine Verschärfung der Arbeitnehmerfreizügigkeit aussprechen.“

Ausländerbeschäftigung steigt

Schuster weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Anteil von inländisch Beschäftigten im Burgenland von 2010 auf 2015 von 78.188 auf 77.749 zurückgegangen ist, jedoch der Anteil von ausländisch Beschäftigten in dieser Zeit von 14.153 auf 22.047 gestiegen ist. „Das sollte auch bei den ÖVP-Arbeitnehmervertretern die Alarmglocken läuten lassen“, so Schuster.
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