17.05.2016, 14:23 Uhr

Das Bleistätter Moor Jahrhundertprojekt geht in die Zielgerade

Spatenstich für letzte Bauphase Bleistätter Moor mit Huber, LR Holub, Kavalar, LR Benger, Bauarbeiter und Treffner (Foto: Büro LR Benger)

Bleistätter Moor bringt Wasserqualität im Ossiacher See zurück

„Mit dieser Millioneninvestition sichern wir die Landwirtschaft, die Tourismusregion und schaffen neue Erlebnisbereiche für alle Naturliebhaber“, so Landwirtschaftsreferent Christian Benger beim heutigem Spatenstich. Mit dem neuen Flachwasserbecken, welches mit der Flutung innerhalb des nächsten Jahres entsteht, soll ein Alleinstellungsmerkmal für die Region mit besonderen Naturerlebnissen geschaffen werden. Neue Gästeschichten sollen ebenso angesprochen werden wie Natur-Beobachter, Vogelkundler oder Schulen.

Dank an die Bevölkerung

„Wir geben der Natur das Moor zurück und der 1er für die Wasserqualität des Ossiacher Sees wird mit der Sanierung wieder möglich“, stellt Umweltreferent Rolf Holub fest. Rund 500 Arten erhalten so einen neuen Lebensraum. Weil alle Beteiligten, Bund, Land, Gemeinden, Wasserwirtschaft, Naturschutz, Landwirtschaft, Tourismus und vor allem Anrainer, an einer nachhaltigen Lösung für die Zukunft interessiert waren sei diese Umsetzung möglich gewesen. „Wir haben mit diesem einzigartigen Projekt den Algen gemeinsam den Nährboden entzogen“, so Benger. Der Dank beider Referenten richtete sich nicht nur an die Projektverantwortlichen, sondern speziell an die Bevölkerung, da das Projekt ohne deren Zustimmung nicht umsetzbar gewesen wäre.

Gesamtkosten von 10,5 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für die Sanierung des Bleistätter Moores betragen rund 10,5 Millionen Euro. 5,9 Millionen Euro kommen über Ringtauschmittel vom Bund. Die Das Land, die Agrarabteilung und die Umweltabteilung haben 4,3 Millionen Euro aufgewendet, die Gemeinde Steindorf brachte 30.000 Euro ein und der Wasserverband Ossiacher See beteiligte sich mit 150.000 Euro am Projekt.

Probleme verschärften sich

Wegen des fehlenden Hochwasserschutzes und des teilweise nicht mehr funktionstüchtigen Drainagesystems verschärften sich die Probleme des Bleistätter Moores zu Beginn der 90er Jahre. Der Schadstoff-Eintrag in den See stieg an und die Daraus folgende Algenplage und schlechte Wasserqualität machten die Sanierung notwendig.

Ziel des Projektes

Die Schaffung von zwei Pufferbecken nördlich und südlich der Tiebel war Ziel des Projektes. Diese wird mit Inseln und Tiefenrinnen ausgestaltet und von Stegen und Wegen durchzogen. Durch das Flutungsbecken, dem Bewuchs im Becken und die Tiebel, die in Mäandern durchfließt, wird der Großteil der Sedimente schon im neuen Becken abgelagert und gelangt nicht mehr in den Ossiacher See.

Als nächste Schritte werden die Tiefenrinne für die mäandrierende Tiebel und Inseln geschaffen, vom Aushubmaterial ein Wegekonzept umgesetzt und die Landstraße, die als Grenze fungiert, saniert.
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