07.07.2016, 10:27 Uhr

Der "Mobilitäts Masterplan Kärnten 2035" wurde präsentiet

Rolf Holub, Ingrid Felipe, Peter Kaiser, Motivationstrainer Reinhard K. Sprenger und Albert Kreiner (Foto: LPD/Peter Just)

Mut und Querdenken seien gefragt - in jeder Gemeinde soll Mobilitätsknoten entstehen

Kärnten soll mit dem "Mobilitäts Masterplan Kärnten 2035" ein neues Gesamtverkehrskonzept bekommen. Gestern wurde der "MoMaK 2035" vor 270 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Pörtschach präsentiert.

"Kärnten ist Kritisch"

In Bezug auf die Mobilitätsentwicklung werde in den nächsten Jahren eine Haltung von Nöten sein, bei welcher Mut und Querdenken gefragt sein werden, stellt Landeshauptmann Peter kaiser fest. „Kärnten ist kritisch. Der Plan ist wichtig für den Polylog. Manches ist auf Schiene, vieles noch immanent. Neben dem MoMaK hat daher auch die Strategische Landesplanung eine große Bedeutung. Eines ihrer Ziele wird es sein, die verschiedenen Strategien zu vereinen“, so Kaiser.

Priorisierung ist wichtig

"Auch wenn der Plan auf Grund diverser demographischer Entwicklungen in den nächsten 20 Jahren noch öfter angepasst wird, ist die Priorisierung wichtig. Und dafür werden wir Gelder frei machen“, sagt Kaiser. Auch die Pilotprojekte wie zum Beispiel die Alternative Mobilitätsregion Gailtal zählen für ihn dazu. Kaiser ist sich sicher: „Sie wird mit ihren Mobilitätsknoten für alle Verbesserungen bringen“.

Moderne Mobilitätsmöglichkeiten für Kärntner

„Über 1.000 Kärntner und zahlreiche Experten haben am Masterplan mitgearbeitet. Mit den geplanten Maßnahmen und den vorliegenden Vorschlägen werden wir in den nächsten Jahren moderne Mobilitätsmöglichkeiten für die Kärntner schaffen“, betont Initiator Verkehrsreferent Rolf Holub in seinem Eingangsstatement. Der Masterplan sieht eine Anteils-Verdoppelung des Öffentlichen Verkehrs sowie des Radverkehrs in Kärnten vor. Sieben Leitprinzipien wurden für dieses Hauptziel festgelegt: erreichbar, vernetzt, umweltfreundlich, sicher, kooperativ, ressourcenschonend & effizient sowie fair & gesund sind die Maßstäbe für die zukünftige Kärntner Verkehrspolitik.

Errichtung von Mobilitätskonten

Eine dichte Vernetzung zwischen ländlichen Raum und Zentralraum soll mit der landesweiten Errichtung von Mobilitätskonten sichergestellt werden. Zumindest einer dieser Mobilitätskonten, an denen Mobilitätsangebote wie Bahn, Bus, Rad, etc. gebündelt werden soll in jeder der 132 Kärntner Gemeinden entstehen.

Neue S-Bahn-Linie

Verbessert und ausgebaut soll auch das Angebot von Bus und Bahn werden. Teile des Masterplans sind zum Beispiel das "ÖBB-Kärnten-Paket", welches Verbesserungen an den bestehenden S-Bahn Linien bringen soll. Zudem wird zwischen Villach und Hermagor mit der S4 eine neue S-Bahn Linie in Betrieb gehen und eine Reihe an Bahnhöfen modernisiert.

Förderung der E-Mobilität als Teil des Masterplans

Ausgebaut werden sollen auch E-Schnellladestationen und der landeseigene Fuhrpark wird teilweise auf E-Autos umgestellt. Ein weiteres Herzstück des MoMaK sind die internationale Erreichbarkeit Kärntens, eine barrierefrei mögliche Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel sowie umfassende elektronische Informationsmöglichkeiten über die Verkehrsverbindungen und ein einfaches, elektronisches Ticketing.

Wertvoller Beitrag zu weniger Umweltbelastung

„Der MobilitätsMasterplan setzt die Rahmenbedingungen für einen modernen und sich stark verändernden Mobilitätsbereich. Alternative Mobilitätslösungen bieten nicht nur einen Mehrwert für die Bevölkerung, sondern sind auch für den Wirtschaftsstandort Kärnten unerlässlich. Last but not least leistet der MoMaK einen wertvollen Beitrag zu weniger Umweltbelastung und mehr Klimaschutz. Auch davon profitiert Kärnten als Tourismusstandort, der sich vor allem über eine intakte und wertvolle Umwelt und Natur definiert“, so Holub.
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