10.05.2016, 13:27 Uhr

Kärntner Gemeinden bekommen neue einheitliche Software

Die neue einheitliche Software für Kärntner Gemeinden bringt viele Vorteile (Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de)

EU-weite Ausschreibung für Kommunalsoftware hat einen Gewinner - Anbieter errichtet Österreich-Zentrale in Kärnten - bis zu 1,5 Millionen Euro Ersparnis

Nach monatelangen Auswahlprozess und einer EU-weiten Ausschreibung steht der Anbieter der neuen Kärntner Kommunalsoftware fest: Nach erfolgter Auftragsvergabe wird der Bestbieter Infoma einen neue Österreich-Zentrale aufbauen und zwar in Kärnten. "Womit wir Wertschöpfung ins Land holen", sagt Landesrat Christian Benger.

8-in-1 Software

„Eine zeitgemäße, einheitliche Software-Ausstattung der Gemeinden ist eine dringend notwendige Reform und gleichzeitig Basis für weitere große Reformen, die auf Land und Gemeinden zukommen – angefangen vom Rechnungswesen bis hin zur Struktur- und Aufgabenreform“, sagt Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig. Acht verschiedene Software-Programme von fünf verschiedenen Herstellern werden derzeit verwendet. Die Möglichkeit auf eine neue, den Erfordernissen angepasste Software, umzusteigen ist somit gegeben.

bis zu 1,5 Millionen Euro Gesamtersparnis

Seit der Einführung der EDV in den Kärntner Gemeinden ist die Implementierung einer einheitlichen Kommunalsoftware eines der größten Projekte im IT-Bereich. „Wir starten heute Gemeinde 4.0. Die Kommunen müssen den neuen Herausforderungen technologisch gewachsen sein. Neben der Qualitätssteigerung bietet eine gemeinsame Kommunalsoftware auch massive Kostenvorteile, etwa durch einheitliche Schulung und Wartung. Damit erreichen wir jenen Level, der für eine effiziente, transparente und kostengünstige Verwaltung notwendig ist“, so Benger. Eine Gesamtersparnis von bis zu 1,5 Millionen Euro ergebe sich für die Kärntner Gemeinden durch den umstieg auf die neue Software.

Wichtiger Schritt für Serviceleistungen

Nach der Vergabe wird die Software unmittelbar un zwei Kärntner Pilotgemeinden installiert und es wird damit begonnen sie dem Anforderungskatalog der Gemeinden anzupassen. „Das Interesse der Gemeinden ist jetzt schon sehr groß, denn die neue Software ist einer der wichtigsten Schritte im Hinblick auf moderne Serviceleistungen für die Bürger“, berichtete Gemeindebund-Präsident Bgm. Peter Stauber.

Erhöhung der regionalen Wertschöpfung

Regionale Anbieter werden künftig die Möglichkeit haben über offene Schnittstellen mit Zusatzprodukten an die Software anzudocken. „Somit kann die regionale Wertschöpfung erhöht und einer Monopolbildung am Markt entgegengewirkt werden. Da aufgrund auslaufender Lizenzen acht von zehn Kärntner Gemeinden in den kommenden zwei bis drei Jahren ihre Software wechseln oder upgraden müssen, war der Zeitpunkt ideal“, so Gerd Sarnitz, Geschäftsführer des Gemeindeinformatikzentrums. Mit einer flächendeckenden Installation könne im Jahr 2017 begonnen werden.
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