13.06.2016, 14:37 Uhr

"Stopp Littering" - Umweltbewusstsein in der Schule

Rudolf Altersberger (Landesschulrat-Präsident), Umweltlandesrat Rolf Holub und Johannes Leitner (Landesleiter der Bergwacht) (Foto: LPD/ Landesschulrat für Kärnten)

Das Bewusstsein der Jüngsten mit einer gemeinsamen Aktion schärfen

Ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel belastet die Umwelt fünf Jahre lang, bei einem Papiertaschentuch sind es vier Jahre. Das Land Kärnten, die Bergwacht und der Landesschulrat sagen mit "Stopp Littering" der Vermüllung den Kampf an. Heute gab Landesschulrat Präsident Rudolf Altersberger gemeinsam mit Bergwacht-Landesleiter Johannes Leitner und Umweltreferent Rolf Holub den Startschuss zu einer neuen Kampagne, welche das Bewusstsein der kinder in Schulen schärfen soll.

500 Tonnen Müll entlang der Landesstraßen

„Wir haben eine Gesellschaft erfunden, die ganze Müllberge produziert. Das muss wieder rückgängig gemacht werden“, sagt Holub im Rahmen der Pressekonferenz, in der das Projekt vorgestellt wurde. Jährlich werden allein bei den Flurreinigungsaktionen der Gemeinden 100 Tonnen "Littering"-Müll, also Zigarettenstummel, Getränkedosen und ähnlicher "kleiner Unrat" gesammelt. Entlang der Landesstraßen sind es 500 Tonnen und 400 Tonnen entlang der Bundesstraßen. In einem ersten Schritt werden in über 200 Schulen 2.500 Plakate und Flyer platziert. Gleichzeitig soll von Lehrern das Thema der Vermüllung angesprochen werden. Um bei den jungen Menschen das Bewusstsein zu schulen, werden 38 Einsatzleiter der Bergwacht in Bildungseinrichtungen unterwegs sein.

Auch die Mülltrennung startete in den Klassenzimmern

„In das Unterrichtsprinzip der Nachhaltigkeit passt dieses Kampagne hervorragend hinein. Schließlich startete auch die Mülltrennung vor mehr als 20 Jahren in den Klassenzimmern“, so Altersberger. Er sieht die aktuelle Aktion auch als Ansatz gegen die Wegwerfgesellschaft in der wir leben. Folgeprojekten stehe er deshalb offen gegenüber.
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