03.08.2016, 10:24 Uhr

Unfallstatistik: Arbeitsunfälle häufigste Unfallursache in Kärnten

Mit Abstand die meisten Unfälle ereignen sich im ersten Quartal des Jahres (Foto: Andreas Morlok / pixelio.de)

Gefahrenherd Nummer eins ist Sport - November ist am sichersten

Pro Stunde verunglücken in Österreich rund 100 Menschen bei Unfällen. „In der Freizeit ereignen sich drei von vier Unfällen“, erklärt der Geschäftsführer des Allianz Kundenservice, Kurt Benesch. Beim Sport lauert laut aktueller Allianz Unfallstatistik mit 33,5 Prozent die größte Gefahr. Arbeitsunfälle befinden sich mit 26,1 Prozent auf Platz zwei. Unfälle die zu Hause oder im eigenen Garten passieren befinden sich mit 25,3 knapp dahinter auf Platz drei. Rang vier belegen Unfälle in der Freizeit mit 9,6 Prozent und KFZ-Unfälle mit 5,5 Prozent Platz fünf.

Unfälle: Tirol vor Oberösterreich

Bei der Auswertung nach Bundesländern von einer aktuellen Statistik, für die Leistungsfälle zwischen 2007 und 2015 analysiert wurden, offenbaren sich große regionale Unterschiede. Bei rund jedem fünften Unfall (21,3 Prozent) hat die verletzte Person ihren Wohnsitz in Tirol. Österreichweit befindet sich das Bundesland somit an erster Stelle. Oberösterreich belegt mit 16,1 Prozent den zweiten Platz, gefolgt von Niederösterreich mit 14,8 Prozent. Im Osten der Republik ist es am Sichersten. Wien (4,5 Prozent) und das Burgenland mit 3,2 Prozent belegen in diesem Ranking die beiden letzten Plätze.

Häufige Arbeitsunfälle

Bundesländerspezifische Unterschiede gibt es auch bei der Unfallart: In Tirol ereignen sich 41 Prozent aller Unfälle beim Sport, in der Steiermark sind es 23,9 Prozent. Die Steiermark (33,5 Prozent) ist zusammen mit Kärnten (30,3 Prozent) jenes Bundesland, wo Arbeitsunfälle, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, die häufigste Unfallursache darstellen. Zu Hause oder im eigenen Garten sind die Burgenländer mit 29,7 Prozent am gefährdetsten, während es in Wien (17,7 Prozent) österreichweit die wenigsten Vorfälle im privaten Bereich gibt. Kfz-Unfälle befinden sich überall an letzter Position.

Gefährlichster Unfallmonat - Jänner

Wenn man einen Blick auf die Unfallquoten je Monat wirft, sind die Wintersport-Monate am gefährlichsten. Denn mit Abstand die meisten Unfälle ereignen sich im ersten Quartal des Jahres. 10,2 Prozent aller Unfälle passieren alleine im Jänner. der Februar befindet sich mit knapp 9,9 Prozent dahinter, gefolgt von März (9,2 Prozent). Platz vier belegt der August mit 9,1 Prozent und ist somit der gefährlichste Sommer-Monat. Mit 6 Prozent ist es imNovember am sichersten.

Wenige Privatversicherungen

Im Rahmen der gesetzlichen Sozialversicherung sind lediglich Arbeitsunfälle versichert - somit sind drei Viertel aller Unfälle nicht abgedeckt. Eine private Unfallversicherung haben trotzdem nur rund 40 Prozent der Bevölkerung abgeschlossen. „Um jedoch möglichst umfassend gegen finanzielle Folgen aus Freizeitunfällen abgesichert zu sein, empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Unfallversicherung“, so Benesch.
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