02.08.2016, 18:00 Uhr

Die Kärntner Neos wollen "mitreden"

Die Kärntner Neos Hermann Bärntatz & Christoph Haselmayer wollen in Kärnten mitreden

Die Doppelspitze der Neos in Kärnten bringt sich für die Landtagswahl in Stellung und will Zünglein an der Waage sein.

KÄRNTEN. Bereits jetzt bringen sich die Kärntner Neos für die Landtagswahl im Jahr 2018 in Stellung. Die Doppelspitze, mit Hermann Bärntatz und Christoph Haselmayer, liebäugelt mit dem Einzug in den Landtag. "Wer weiß, vielleicht sind wir ja nach der Wahl auch das Zünglein an der Waage", rechnet Bärntatz mit einer "spannenden Wahl".
Wie sie das erreichen wollen, steht ebenfalls fest: "Wir wollen eine breite Bürgerbewegung werden", so Haselmayer. Dafür locken sie Mitglieder von Namenslisten und Bürgerinitiativen, mitzumachen. "Es gibt viele tolle Ideen in Kärnten; wir wollen diese Leute vernetzen", kündigt Haselmayer an. Einige sollen 2018 auch auf der Kandidatenliste der Neos aufscheinen.

Breite Wahlplattform

Politische Vereinnahmung für die Neos soll das aber keine sein, wie Bärntatz klarstellt. "Der Name ist nicht wichtig, es soll eine Wahlplattform entstehen", erklärt er. "Jeder, der mitmacht, darf sein Mascherl behalten."
Einen Vorteil wollen die Neos – schließlich sind sie in weiten Teilen des Landes in keinem Gremium vertreten – damit auch erreichen: die Sichtbarkeit in den Gemeinden. "Wir sind auf der Suche nach Unterstützern, die viel bewegen", so Bärntatz.
Als Partei wollen sich die Neos klar sachlich positionieren. "Es gibt genug Eitelkeiten in Kärnten", urteilt Haselmayer. Bärntatz ergänzt: "Das Ziel ist es, Themen mit Personen zu besetzen, die in dem Bereich ihre Kompetenz haben."
Mit welchen Themen sie bei den Wählern punkten wollen, steht nach einem parteiinternen Workshop auch fest. "Wir brauchen eine Bildungswende", so Bärntatz. "Parteistrukturen haben in den Schulen nichts verloren." Auch Schulversuche wollen die Neos evaluieren und bei Erfolg ausweiten. Ein Beispiel: "Es gibt an nur zwei Schulen verschränkten Unterricht", so Bärntatz.
An Unternehmer wollen sich Bärntatz und Haselmayer ebenfalls wenden. "Ansiedelungen sind ganz wichtig – dafür braucht es Kontakte." Entscheidend sei auch, dass "Kärnten ein klares Angebot" hat. "Wir müssen unseren USP herausarbeiten", fordert Bärntatz. Wenn es um den Spardruck das Landes geht, wollen die Neos ein "heißes Eisen" angreifen: die Verwaltung. "Kärnten hat am meisten Landesbeamte pro Einwohner", pocht Bärntatz auf Reformen.
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