20.06.2016, 10:54 Uhr

Initiative für deutschsprachige Volksgruppe in Slowenien

Treffen in Kärnten: Karl Anderwald, Außenminister Sebastian Kurz, Kathrin Stainer-Hämmerle und Marjan Sturm sprechen über die anliegen der Deutschsprachigen in Slowenien (Foto: KK)

Kärntner Komitee setzt sich für Anliegen der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien in. Außenminister Sebastian Kurz bei einem Treffen.

KÄRNTEN, VILLACH. Die "zu geringe" finanzielle Unterstützung für die deutschsprachige Volksgruppe durch Slowenien ist einem Komitee aus der Kärntner Zivilgesellschaft ein Dorn im Auge. "Während die Republik Slowenien den Kärntner Slowenen jährlich ca. 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stellt, unterstützt sie ihre deutschsprachige Volksgruppe im Land nur mit 20.000 Euro", kritisiert Mitglied Karl Anderwald. Gemeinsam mit der Politologin Kathrin Stainer-Hämmerler und dem Kärntner Slowenen-Vertreter Marjan Sturm geben sie der Forderung nach mehr Mittel Ausdruck. "400.000 Euro an Unterstützung wäre europäischer Standard", so das Argument.

Kontakt mit Kurz

Bei seinem Kärnten-Besuch kontaktierten die Mitglieder des Komitees auch Außenminister Sebastian Kurz, um ihn von diesem Anliegen zu überzeugen. "Die Kosten der Infrastruktur, wie vor allem die Erhaltung der Vereinsräume und Vereinshäuser der sechs in einem Dachverband zusammen gefassten Organisationen in der Untersteiermark, in Laibach und in der Gottschee hängen völlig in der Luft", argumentieren sie. Der Grund: Förderungen der Republik Slowenien - und die gleich hohe Summe aus Österreich - dürfen nur für Projekte wie Sprachförderung verwendet werden.
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