10.05.2016, 15:15 Uhr

Kärntner SPÖ einstimmig für Kern als Faymann-Nachfolger

Peter Kaiser verkündet das Ergebnis des SPÖ-Parteivorstands: "Wir sind einstimmig für Christian Kern."

Der Vorstand der Landespartei in Kärnten hat entschieden: Die SPÖ unterstützt den ÖBB-Chef in seiner "Bewerbung" zum Parteivorsitzenden.

KÄRNTEN. Heute hat der Parteivorstand der Kärntner SPÖ getagt. Das Ergebnis: "Wir sprechen uns für Christian Kern als Nachfolger von Werner Faymann aus", sagt Landeshauptmann Peter Kaiser kurz und knapp. Und: "Das Votum war einstimmig; wir setzen damit ein klares Signal."

Kern ist "politischer Freund"

Kaiser sei erfreut über das Ergebnis. "Es stärkt mich bei den Verhandlungen in Wien", so Kaiser. Selbst bezeichnet Kaiser den ÖBB-Chef als "politischen Freund". Und: "Er weiß, wie wichtig antizyklisches Investieren ist, kann mit Schwierigkeiten umgehen und genießt weit über die Sozialdemokratie hinaus eine hohe Reputation", streut Kaiser Kern - neben Gerhard Zeiler Kandidat für die Nachfolge Faymanns - Rosen. Kaiser zeigt sich zuversichtlich, dass bereits am kommenden Dienstag eine Entscheidung in Wien fallen wird.

Dank an Werner Faymann

Dem zurückgetretenen SPÖ-Chef und Bundeskanzler zollt Kaiser Respekt. "Er hat gezeigt, dass es in schwierigsten Momenten Haltung und das Zurückstecken persönlicher Ziele braucht", so der Kärntner SPÖ-Chef. Dem schließt sich SPÖ-Geschäftsführer Daniel Fellner an. "Die Bundespräsidentenwahl war ein Frontaltreffer, der Rücktritt Faymann die logische Konsequenz dafür", so Fellner.

Kaiser zu weiteren Vorgangsweise: Am 25. Juni wird der neue Bundesobmann der SPÖ in einem außerordentlichen Parteitag gekürt, im Herbst soll es einen Programmparteitag geben.

Koalition mit FPÖ

"Die SPÖ darf ihre Position nicht im Verhältnis zu einer anderen Partei definieren", schickt Kaiser bereits voraus. Für eine Zusammenarbeit mit der FPÖ hat er einen Vorschlag: "Wenn sich die Frage stellt, soll sie auf der Ebene entschieden werden, um die es geht", so Kaiser. Das gelte für Gemeinde, Land oder Bund. Er spricht sich für eine klare Vorgangsweise in der Entscheidung aus - unter Einbindung von Gremien und eventuell sogar "der gesamten Bevölkerung".


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