31.08.2016, 07:00 Uhr

Kärntner Initiative will Bürger zu Akteuren machen

Business Lunch mit Aussicht: Margit Heissenberger und Gerd Leitner auf der Terrasse der Burg Landskron (Foto: WOCHE)

Die "Initiative für Kärnten" will Ideen der Bürger umsetzen. Nach acht Monaten laufen 30 Projekte.

KÄRNTEN. Für Margit Heissenberger ist Landskron ein Kraftplatz. Die Geschäftsführerin der "Initiative für Kärnten" besucht mehrmals im Jahr ihren Bruder Franz Schüttelkopf – er leitet die Greifvogelwarte. "Das ist ein schöner Anlass hierher zu kommen", sagt sie. Gleiches gilt auch für den Business Lunch.
Heissenberger versteht sich als Heimkehrerin. "Ich war 27 Jahre weg von Kärnten", erzählt sie. Ihr Lebensweg zog sie bereits nach Wien, Brüssel und zuletzt in die USA. "Ich baue alle sieben Jahre etwas Neues auf", erzählt sie. "Ich will nicht verwalten."
Nun ist sie mit dem Aufbau der "Initiative für Kärnten" beschäftigt. Gefragt wurde sie von den Gründern – darunter: Alt-Landeshauptmann Christof Zernatto, IV-Präsident Christoph Kulterer, Monika Kircher und einige mehr. "Wir wollen Bürger zu Akteuren machen", so das Credo der Initiative.

Kritik an der Politik

Ziel sei über Crowdfunding Projekte zu unterstützen, die einen Beitrag zu einem lebendigen Kärnten leisten. "Bei uns landen Leute, die von der Politik angefressen sind", findet Heissenberger klare Worte. "Viele müssen ein halbes Jahr warten, bis sie erfahren, ob ihr Projekt etwas werden kann."
Bei der Initiative läuft es anders: "Wir arbeiten ohne Formulare und Förderungen", stellt sie klar. Die erste Bilanz: "In acht Monaten haben wir 30 Projekte initiiert", ist die Geschäftsführerin stolz. Die Mitglieder der Initiative stellen ihr Netzwerk und ihr Wissen zur Verfügung.

Anpacken für Kärnten

Als Konkurrenz zur Landesregierung sieht Heissenberger die Initiative allerdings keineswegs. "Wir sehen uns als Plattform für Leute, die etwas tun wollen", sagt sie. Man müsse nicht immer und für alles um eine Förderung ansuchen. "Wir arbeiten mit den positiven Kräften der Menschen; wir wollen den Anpack-Geist in den Leuten wecken."
Das Ziel ist klar: Die Zivilgesellschaft soll aktiviert werden. "Wir verändern das Bewusstsein, dass jeder Einzelne etwas tun kann und auch muss." Vieles sei bereits geschehen: von einem Online-Shop für Kärntner Produkte über Kultur-Projekte bis hin zu einem "Ankommenspaket" für Flüchtlinge, mit Wertekursen, Sprachbildung und auch Ausflügen.

Kärntner im Ausland

Im Herbst geht Heissenberger an ihr nächstes Projekt. Sie will Auslandskärntner für die Initiative gewinnen. "Ich plane im nächsten Jahr ein Treffen von Auslandskärntnern hier im Land", kündigt sie an. Das Ziel: "Kärnten braucht unbedingt Impulse von außen", ist sich Heissenberger sicher.
Dabei geht es auch um das Bild, das Kärnten außerhalb der Landesgrenzen abgibt. "Ich habe mir immer schwer getan, zu sagen, wofür Kärnten steht", gesteht die Veldenerin. Kärnten müsse sich auf seine Stärken besinnen und diese verstärken. "Wir müssen herausfinden, was hier einzigartig ist", appelliert sie. "Wir konzentrieren uns zu stark auf die Fehler."
Eine Idee für eine klare Positionierung Kärntens hat sie: "Wir haben drei Kulturen in unserer Region – das kann uns keiner nehmen", so Heissenberger. Vielmehr müsse man diesen Umstand "strategisch ausschlachten".

Zwei Gastro-Linien auf Burg Landskron

Die Burg Landskron bei Villach ist ein beliebtes Ausflugsziel – für hungrige Gäste gibt es auch kulinarisch jede Menge zu genießen. Direktor Erich Gumpitsch sorgt während des Tages mit traditioneller österreichischer und Kärntner Küche für das Wohl der Gäste. Abends kann man sich im Haubenrestaurant Kronensaal verwöhnen lassen – dem Gault Millau sind Speisen und Ambiente 13 Punkte wert. Verschiedene kulinarische Veranstaltungen sorgen für Abwechslung in den Restaurants.

Zur Sache - Menü

Direktor Erich Gumpitsch leitet die Geschicke auf der Burg Landskon.

Bereits um 10 Uhr öffnet das Restaurant auf der Burg. Das Haubenrestaurant im Kronensaal hat abends geöffnet.

Auf der Karte im Tagesrestaurant finden sich Klassiker der österreichischen Küche – vom Wienerschnitzel über Käsnudel bis hin zu Zwiebelrostbraten.

Beim Business Lunch gab es:
Burg-Vital-Salat mit Papaya Ragout, allerlei Kresse, Mangodressing und Brotchips

Cordon Bleu vom Schweinskarree mit Petersilkartoffel und Preiselbeeren.
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