08.07.2016, 15:22 Uhr

Kommunale Bauoffensive - Investitionsbereitschaft in Kärntner Gemeinden

Gaby Schaunig, Christian Benger, Peter Stauber und Michael Maier zogen Bilanz (Foto: Büro LHStv.in Schaunig)

36,7 Millionen Euro wurden seit 2013 für 600 kommunale Bauprojekte bereitgestellt

Im Rahmen einer Pressekonferenz zogen heute Finanz- und Gemeindereferentin Gaby Schaunig, Tourismus- und Wirtschaftsreferent Christian Benger gemeinsam mit Gemeindebundpräsident Bürgermeister Peter Stauber (St. Andrä) und Bürgermeister Michael Maier (Radenthein) eine positive Bilanz über die Kommunale Bauoffensive (KBO). Die laufende Förderaktion ist darauf ausgerichtet, Bauvorhaben von Gemeinden bis zu einem Anteil von 50 Prozent der Kosten zu unterstützen.

Förderzusagen für 600 kommunale Bauprojekte

„Das KBO-Förderprogramm wurde im Juni 2013 von mir und Kollegen Benger ins Leben gerufen und bis zum Jahre 2017 mit 54 Millionen Euro dotiert. Bis dato gibt es für 600 kommunale Bauprojekte Förderzusagen in der Höhe von 36,7 Millionen Euro“, so Schaunig. Zudem wirde ein Investitionsvolumen von 107 bis 110 Millionen Euro ausgelöst. Laut Arbeitsmarktdaten ging die Bauarbeitslosigkeit in Kärnten um 13 Prozent zurück.

Gratis WLAN-Hotspots

"Für die KBO und andere Initiativen, wie die Breitbandinitiative, klare Spielregeln und Schwerpunktsetzungen“, stelle Schaunig klar. „In Bezug auf die Breitbanderschließung in Kärnten sind derzeit 27 Gemeindeprojekte in Umsetzung bzw. 62 Gemeinden haben Projekte eingereicht“, so Schaunig. Der Ausbau von WLAN-Hotspots ist eine Maßnahme. Der Bevölkerung aber auch den Touristen soll ein freier WLAN-Internet-Zugang an öffentlichen Punkten, wie Hauptplätzen, Tourismuseinrichtungen, Bus-Bahnhöfen ermöglich werden.

30 Projekte am Tisch

„Wir brauchen nachhaltige Innovationen und Investitionen für den ländlichen Raum, auch um den Wirtschaftsfaktor Tourismus zu stärken“, so Benger. Der zusätzliche Förderschwerpunkt Berg-Rad-See wurde daher als weiteres wichtiges Impulspakete für den ländlichen Raum geschnürt. „Für die Berg-Rad-See-Initiative sind 1,7 Millionen Euro reserviert. Wir haben 30 Projekte am Tisch liegen, die jetzt schon 2,3 Millionen ausmachen würden. Wir werden über eine Aufstockung reden, weil dieser Förderschwerpunkt einen Mehrfachnutzen auslöst“, so der Tourismusreferent.

Tourismusbetriebe investieren massiv

Neue Gemeindeinvestitionen würden auch private Investitionen steigern, ist er überzeugt. Tourismusbetriebe haben heuer bereits über 70 Mio. Euro investiert. „Unsere Tourismusbetriebe investieren wieder massiv und die Gäste bringen für den Tourismus 1,7 Milliarden Euro jährlich ins Land“, so Benger. Die Berg-Rad-See-Initiative komme aber auch der heimischen Bevölkerung zugute.

Kleine Projekte umsetzen

„Mit der KBO wurde es möglich, dass auch in kleine Gemeinden Projekte, die lange in der Schublade lagen, umgesetzt werden. Sie, aber auch die Rad-Berg-See-Initiative sind tolle Unterstützungen“, betont Stauber. Ein neues Amts- und Veranstaltungsgebäude wird gerade in St. Andrä errichtet, welches mit KBO-Mittel in der Höhe von 695.000 Euro unterstützt wird. „In drei Tagen wurden über 800 Ideen eingereicht. Sie wurden gebündelt und in den Masterplan eingearbeitet.“

Eine erlebbare Südlichkeit

Bürgermeister Michael Maier stellt die Initiative „Radenthein die Bergbaustadt am See“ vor. „Mit ihr sollen sowohl Radenthein als auch Döbriach belebt und nicht nur verschönert werden. Eine erlebbare Südlichkeit soll geschaffen werden“, betont er. Nach Abschluss des Entwicklungsprozesses gehe man nun in die Umsetzungsphase.
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