23.03.2016, 11:36 Uhr

Erfreuliche Luftqualität: Feinstaubwerte sinken weiter

Die Geschäftsführer des Umweltbundesamtes Dr. Karl Kienzl und Mag. Georg Rebernig mit Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf (Foto: Büro Pernkopf)

(Red.).- NÖ-Landesrat Pernkopf: "Maßnahmen der letzten Jahre greifen"

47 Messstellen überwachen rund um die Uhr die Luftqualität in Niederösterreich, bereits vor 31 Jahren wurde mit dem Aufbau des flächendeckenden Messnetzes begonnen. Sowohl eine aktuelle Bilanz als auch der langfristige Trend fallen äußerst positiv aus. “Saubere Luft steht für Lebensqualität. Die erfreuliche Bilanz zeigt, dass die Maßnahmen der letzten Jahre greifen. Im Jahr 2015 kam es zu keinen Überschreitungen der Feinstaubgrenzwerte und auch die ersten Monate des heurigen Jahres zeigen bereits wieder einen fallenden Trend“, so Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.

Karl Kienzl, stellv. Geschäftsführer im Umweltbundesamt erklärt: „Luftqualität ist ein wichtiger Gesundheitsfaktor. Die getroffenen Maßnahmen liefern einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität und damit auch für die Gesundheit“. Er erinnert daran, dass auch das warme Wetter in den Wintermonaten den Rückgang der Feinstaubwerte positiv beeinflusst hat.

Seit 2013 ist ein umfangreiches Feinstaubpaket in Niederösterreich in Kraft, das mit Hilfe der Experten des Umweltbundesamts erarbeitet wurde. Damit konnte die Feinstaub-Belastung flächendeckend abgesenkt werden, langjährige Trends zeigen, dass sich die Luftqualität ständig verbessert. Die Feinstaub- Grenzwerte für den Tagesmittelwert wurden in den letzten drei Jahren immer eingehalten, der Grenzwert für den Jahresmittelwert wurde in Niederösterreich überhaupt noch nie überschritten.

Um die erfreuliche Entwicklung fortzusetzen wird das „NÖ Feinstaubprogramm“ auch in den nächsten Jahren Stück für Stück weiter umgesetzt. Darin werden in allen relevanten Sektoren vom Verkehr, dem Hausbrand, bis hin zum Energie- und Industriesektor Maßnahmen gesetzt. Eine Maßnahme des Programms ist unter anderem das Fahrverbot für LKWs der Abgasklasse „EURO-II“ in den Feinstaub-Sanierungsgemeinden im Wiener Umland, das bereits seit dem 1. Jänner 2016 in Kraft ist. Alleine durch das schon länger bestehende Fahrverbot für LKWs der Klasse EURO-0 und EURO-I sowie dem neuen Verbot der EURO-II-LKWs kommt es im Wiener Umland jährlich zu einer Feinstaubreduktion von mehr als zehn Tonnen bzw. mehr als 40 Prozent. „Diese selektive Maßnahme - wir ziehen damit die ‚alten Stinker‘ aus dem Verkehr - ist zielführender, als Temporeduktionen quer über alle Kraftfahrzeugklassen zu verordnen, “ so Pernkopf.

Im Hausbrand-Bereich trägt die ökologische Wohnbauförderung zur Emissionsvermeidung bei. Speziell im Bereich von Sanierungen sind durch die Steigerung der Energieeffizienz und durch die Umstellung auf modernere Heizsysteme enorme Einsparungen der Feinstaubemissionen möglich. Durch die Energieberatung NÖ und Aktionen wie dem „Heizkessel-Casting“ der Energie- und Umweltagentur soll das Bewusstsein für energieeffiziente und schadstoffarme Heizsysteme geschaffen werden.

In Niederösterreich sind heute 43 stationäre und 4 mobile Messstellen im Einsatz, um die Luftgüte in Niederösterreich flächendeckend rund um die Uhr zu überwachen.
Die gemessenen Daten werden sofort unter www.numbis.at veröffentlicht und sind jetzt noch übersichtlicher auf der neuen Homepage dargestellt.

Der PM10-Mittelwert für die Monate Jänner und Februar lag im Jahr 2013 noch bei 30 µg/m³ und sank seither kontinuierlich um ein Drittel. Der Jahresmittelwert für PM10 lag 2002 noch bei 32 µg/m³ und sank seitdem auf mittlerweile nur mehr 20 µg/m³ im Vorjahr. Zum Vergleich: der Grenzwert gemäß Immissionsschutzgesetz-Luft liegt bei 40 µg/m³.
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