01.08.2016, 13:23 Uhr

Eine Hitzeschlacht am Tor zur Wüste Gobi

Manfred Stohl im DS3 in China (Foto: Stohl Racing)

Manfred Stohl und Bernhard Ettel stehen nächste Woche am Start der chinesischen Rally Gansu Zhangye / Temperaturen um die 40 Grad und 220 SP-Kilometer auf Schotter fordern dabei den Teilnehmern alles ab

Manfred Stohl geht in die Luft. Nicht aus Ärger, sondern mit Freude. Am Sonntag sitzt er im Flugzeug Richtung Fernost, wo wieder einmal China das Ziel seiner Reise ist. Ebenfalls mit an Bord ist Bernhard Ettel, der den Wiener Weltklassepiloten am nächsten Wochenende als routinierter Beifahrer gekonnt durch die Rally Gansu Zhangye leiten wird. Der zweite Lauf zur Chinesischen Rallye-Meisterschaft, der auch zur Asien-Pazific-Meisterschaft zählt, beginnt am Freitag, dem 5. August, und endet am Sonntag, dem 7. August.

Nach dem tollen zweiten Gesamtrang, den das österreichische Duo bei der heurigen Rally Henan Denfeng, dem ersten Lauf zur China-Meisterschaft im Juni, hinter Sieger Chris Atkinson erkämpft hat, sieht Manfred Stohl die Trauben diesmal etwas höher hängen. „Das ist eine unglaublich schnelle Rallye, auf die ich mich wirklich sehr freue. Obwohl ich aber fürchte, dass wir da mit unserem Citroen DS3 R5 top-speed-mäßig mit den 2-Liter-Autos, die mit einem größeren Ristriktor als wir unterwegs sind, nicht ganz mithalten können. Die Rallye im Juni war weit enger und winkeliger, da haben wir uns mit dem kleineren Boliden wesentlich leichter getan.“ Letztes Jahr landeten Stohl/Ettel, damals noch mit einem Mitsubishi Lancer Evo IX am Start, bei der Rally Gansu Zhangye auf dem 12. Platz. „Aber da“, erinnert sich Stohl, „hat uns eine kaputte Zylinderkopfdichtung schon auf der ersten Sonderprüfung fast aus dem Bewerb geworfen. Das hat uns gleich einmal acht Minuten gekostet. Am Ende waren der spätere Sieger Mark Higgins aus England und wir die einzigen Teams im Ziel, die nicht aus China gekommen sind. Es hat irrsinnig viele Ausfälle gegeben.“ Diese werden auch heuer erwartet. denn um die Strapazen des 220 Wertungskilometer langen Schotter-Spektakels zu bewältigen, ist neben fahrerischer Höchstleistung auch ein körperlicher Topzustand vonnöten. Stohl: „Die Rallye liegt direkt am Beginn der Wüste Gobi. Nicht nur also, dass das Ganze eine irrsinnig staubige Angelegenheit wird, sind auch Temperaturen um die 40 Grad zu erwarten. Das geht schon ordentlich an die Substanz. Die Autos verkraften das zum Teil besser als die Menschen, die in diesen drinnen sitzen.“
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