31.03.2016, 12:56 Uhr

Die Haut als Spiegel der Seele

Am Podium (v.l.) Dermatologin Martina Schütz-Bergmayr und Moderatorin Christine Radmayr. (Foto: Mini Med)

Zum Aus-der-Haut-Fahren: Mini Med Studium beleuchtet die Schuppenflechte und Nesselsucht

OÖ. Mit einer Oberfläche von rund zwei Quadratmeterund einem Gewicht von drei bis vier Kilogramm ist unsere Haut ein großes Schutz-und Grenzorgan. Als Spiegel der Seele reagiert sie häufig bei psychischen Belastungen. Nesselsucht (Urtikaria) und Schuppenflechte (Psoriasis), Erkrankungen, die sich zum Beispiel bei Stress verschlimmern bzw. ausgelöst werden können, waren Thema des ersten Mini Med Vortrages im Sommersemester 2016.

Psoriasis kennt verschiedene Formen und ist für die Betroffenen oftmals nicht nur körperlich sondern auch seelisch belastend. „In der Behandlung der Schuppenflechte hat sich in den letzten Jahren viel Positives getan. Neben Lokal-und Lichttherapie stehen sehr wirksame Mittel in Tablettenform zur Verfügung. Relativ neu und teuer sind so genannte Biologicals, die man spritzen muss und bei schweren Fällen und/oder wenn andere Therapien zu wenig Erfolg zeigen zum Einsatz kommen. Sie führen meist zu Symptomfreiheit, auch wenn die Krankheit nicht heilbar ist“, sagt die Dermatologin Martina Schütz-Bergmayr, Leiterin der Psoriasis Ambulanz im Kepler Klinikum Linz.

Die Nesselsucht mit ihren juckenden Quaddeln und eventueller Schwellung (Angioödem) erlebt beinahe jeder Vierte einmal. So eine spontane Urtikaria kann viele Ursachen haben, oftmals bleibt der Grund unerkannt. Dauern die Symptome mehr als sechs Wochen an, spricht man von einer chronischen Form. Mittel, die den Juckreiz lindern und Antihistaminika sind zum Beispiel Therapieoptionen.
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