05.07.2016, 09:16 Uhr

OÖ: Bevölkerung wächst – Zahl der älteren Menschen steigt stark an

Die Anzahl der älteren Menschen nimmt in OÖ bis 2050 stark zu. (Foto: drubig photo/fotolia)
OÖ. Die oberösterreichische Bevölkerung wächst bis 2050 auf über 1,5 Millionen Menschen. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Personen über 65 Jahren stark zu: Während aktuell 18,1 Prozent der Oberösterreicher über 65 Jahre alt sind, wird 2050 fast ein Drittel (28,3 %) der Landsleute dieses Alter überschritten haben. Die Anzahl der jungen Menschen reduziert sich hingegen. Nur knapp 20 Prozent der Bevölkerung wird im Jahr 2050 unter 19 Jahren alt sein. All dies geht aus der aktuellen Bevölkerungsprognose des Landes OÖ hervor. Auch die Anzahl der Erwerbstätigen wird demzufolge von 61,5 Prozent im Jahr 2015 auf 52,4 Prozent im Jahr 2050 fallen.

Besonders krass ist auch der Anstieg der Zahl der hochbetagten Menschen. Während aktuell 33.800 Personen 85 Jahre oder älter sind, werden es im Jahr 2050 bereits 108.700 Landsleute sein. Landeshauptmann Josef Pühringer will deshalb die Anstrengungen des Landes im Bereich der Pflege intensivieren.

Auf Bezirksebene geht die aktuelle Bevölkerungsprognose davon aus, dass die Bevölkerung in Braunau, Wels, Wels-Land, Linz und Linz-Land stark wachsen werde. Auf der anderen Seite werde sich Einwohnerzahl von Rohrbach, Ried, Kirchdorf, Freistadt und Steyr bis 2050 verringern. Diese "Landflucht" könne man nur durch das Schaffen von Perspektiven vor Ort aufhalten, meint Landeshauptmann Pühringer. "Wir müssen schauen, dass Arbeitsplätze in den Regionen geschaffen werden. Der ländliche Raum wird eines der Zukunftsthemen der nächsten Jahre für uns sein", so Pühringer.

Kaum berücksichtigt sind in diesen Prognosen, die auf Daten Statistik Austria aus 2013 und 2014 basieren, die Migrationsbewegungen des Vorjahrs. Deshalb seien die Prognosen auch noch etwas mit Vorsicht zu genießen, heißt von Seiten des Landes. Grundsätzlich werde aber "die demografische Alterung durch die Zuwanderung etwas gebremst", sagt der Leiter der Statistikabteilung des Landes OÖ, Michael Schöfecker.
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