27.09.2016, 14:55 Uhr

Sie kamen, sahen und siegten

Die strahlenden Sieger des Regionalitätspreises.

Wer heute in Regionalität investiert, hat die Zeichen der Zeit erkannt und ist für die Zukunft gerüstet.

OÖ. Den Siegern des sechsten Regionalitätspreises, den die BezirksRundschau vergangene Woche vergeben hat, ist eines gemeinsam: Sie haben erkannt, dass Regionalität das zentrale Thema unserer Gesellschaft ist. Sonst waren die Projekte sehr unterschiedlich: Vom mobilen Hühnerstall über Kürbiskernöl bis hin zum Steinbrecher war die Bandbreite enorm. „Regionalität hat 100.000 Gesichter und der größte Schatz Oberösterreichs ist seine Vielfalt“, sagte Landeshauptmann Josef Pühringer bei der Begrüßung.

„Projekte, die den Menschen helfen und die der Region dienen.“ So beschrieb Jurymitglied und Gemeindebundpräsident Johann Hingsamer seine Auswahlkriterien. Er hatte gemeinsam mit Elisabeth Pichler (Sparkasse OÖ), Manfred Schicho (ÖAMTC), Gerhard Hasenöhrl (Leiter der Abteilung Presse des Landes OÖ) und Universitätsprofessor Reinhold Priewasser die Qual der Wahl, aus den mehr als 200 Einreichungen die Sieger zu küren. Als Partner beim Regionalitätspreis fungierten das Land OÖ, die Pfeiffer Großhandels GmbH, die Sparkasse OÖ und der ÖAMTC.

"Es braucht Initiativen"

Peter Gusenbauer von der Pfeiffer Großhandels GmbH, die im Einzelhandel seit jeher mit Regionalität eng verknüpft ist, erklärte, dass die Regionalität noch nicht das Ende der Fahnenstange sei – der Trend ginge noch weiter bis hin zur Lokalität.
Für ÖAMTC-Chef Josef Thurnhofer ist Mobilität im Regionalen ein besonderes Anliegen: „Im ländlichen Raum ist der öffentliche Verkehr oft beschränkt. Hier braucht es Initiativen, um mobil zu bleiben.“ Georg Schönberger, Sparkasse OÖ, erklärte: „Wir sind Nahversorger und Impulsgeber für die Region. Das dient der Sicherung der Arbeitsplätze und der Entwicklung der Unternehmen.“

Liu Jia ist "Oberösterreicherin von Herzen"

Den Sonderpreis „Oberösterreicherin von Herzen“ erhielt die Tischtennisspielerin Liu Jia. Die gebürtige Chinesin war Europameisterin und Fahnenträgerin bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

Ein rauschendes Fest

Schauplatz der Preisverleihung war das Schloss Steyregg. Das Gefühl, die vielen Stufen zum Festsaal emporzusteigen, war fürstlich. Mehr als 300 Gäste folgten der Einladung der BezirksRundschau, darunter zahlreiche Prominente. Der altehrwürdige Raum war zum Bersten voll. Nach der Siegerehrung gab es bei regionalen Schmankerln und oberösterreichischem Wein gute Gespräche. Denn Regionalität ist ja nicht nur eine Sache der räumlichen Nähe, sondern auch des Sich-Verstehens und der Gemütlichkeit.

Die Nominierten und Gewinner im Überblick

Der Regionalitätspreis wird in acht Kategorien vergeben. Von den mehr als 200 Einreichungen kamen jeweils drei in die engere Wahl.

Kategorie Industrie
Sieger: Rubble Master HMH GmbH (Linz).
Nominierte: Fill GmbH; Scheuch GmbH.

Kategorie Vereine/Institutionen/Behörden
Sieger: Landjugend Putzleinsdorf.
Nominierte: Verein „Unsere Saat geht auf“; Admira Linz.

Kategorie Tourismus/Gastronomie
Sieger: Naturtierpark Grünau GmbH.
Nominierte: STS GmbH – Stadt-, Tourismus- und Standortmarketing; Pyhrn-Priel Tourismus GmbH.

Kategorie Mobilität/Erneuerbare Energie
Sieger: Mobilcard Krenglbach.
Nominierte: Bäuerliche Bioenergie Fröling; Tourismusverband Ferienregion Traunsee.

Kategorie Land- und Forstwirtschaft
Sieger: Pramoleum (Sigharting).
Nominierte: „Die Bio-Essigmacherinnen“ – Pankrazhofer GmbH; Der Beerenberg.

Kategorie Junge Ideen
Sieger: PumpalG’sund (Gramastetten)
Nominierte: Die Meter Macher; Rolling Sushi Austria.

Kategorie Dienstleistungen/Handel
Sieger: Loxone Electronics GmbH (Kollerschlag).
Nominierte: Leader Region Traunviertler Alpenvorland; Innviertler Landei Johann Poringer GmbH & Co KG.

Kategorie Handwerk
Sieger: Auzinger Bekleidungswerk (Enzenkirchen).
Nominierte: Anton Riepl Fleischmanufaktur KG; Confiserie Wenschitz.
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