09.05.2016, 15:49 Uhr

"Wir sind Kanzler" – Oberösterreicher Reinhold Mitterlehner wird "Kurzzeit-Kanzler"

Reinhold Mitterlehner mit seiner Frau Annette und den Töchtern Elisabeth und Stefanie. Gefeiert wurde da sein 60er. (Foto: ÖVP/Glaser)

OÖ. Nach dem Rücktritt von Bundeskanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann übergibt Bundespräsident Heinz Fischer noch Nachmittag die Regierungsgeschäfte an den Oberösterreicher Reinhold Mittlerlehner (ÖVP).

"Bundeskanzler Werner Faymann hat heute in einem Gespräch mit dem Bundespräsidenten um Enthebung vom Amt als Bundeskanzler mit Wirkung vom heutigen Tag gebeten", heißt es in einer Aussendung der Präsidentschaftskanzlei. Und weiter: "Der Bundespräsident wird diesem Wunsch entsprechen und heute um 17.30 Uhr Vizekanzler Reinhold Mitterlehner mit der einstweiligen Führung der Geschäfte des Bundeskanzlers betrauen".
Bis die SPÖ einen Nachfolger für Faymann nominiert und dieser von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt wurde, wird Mitterlehner formal die Regierungsgeschäfte führen.


Reinhold Mitterlehner – zur Person
Reinhold Mitterlehner stammt aus der Gemeinde Ahorn (497 Einwohner-Gemeinde) nahe Helfenberg und ist seit 2002 ÖVP-Bezirksparteiobmann des Bezirks Rohrbach. Freie Wochenenden verbringt er am Stammtisch seines Schwagers – Speckkaiser und Gastwirt Peter Haudum in Helfenberg – beim Tarockieren. Er kehrt aber auch gerne am Fuße des Sternsteins (Waldschenke und Caféhaus Kastner) auf einen Großen Braunen und eine Topfentorte mit Erdbeeren ein.
Mitterlehner hat das Gymnasium in Rohrbach besucht, in Linz studiert und war Büroleiter von WKO-Kammerdirektor Rudolf Trauner sen. Später war er Generalsekretär des Wirtschaftsbundes sowie Generalsekrektär-Stv. der WKÖ.
Seit Februar 2000 ist er Mitglied im Nationalrat, acht Jahre später wurde er Mitglied der Regierung Faymann I. "Wenn ihm fad ist, greift er gerne zum Gameboy und spielt Tetris", wissen Eingeweihte zu berichten.
Innerhalb der Wirtschaftskammer wurde gern gescherzt, dass Mitterlehners linker Fuß bei den Fußballturnieren immer der bessere war. "Links, des is sei stoake Seitn“, hieß es. Tja, die ist ihm ja nun weggebrochen in der Koalition...
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.