18.05.2016, 09:03 Uhr

Mit Leichtigkeit zu neuen Jobs

Mit den ultraleichten Solarzellen, die Siegfried Bauer mit seinem Team an der JKU entwickelt, kann dieses Flugzeug fliegen. (Foto: JKU)

Einzigartige Forschung am Standort Linz zeigt neue Wege auf

LINZ/OÖ (pfa, tk). Mehr als 180.000 Beschäftigte in Österreich haben mittlerweile sogenannte "Green Jobs". Einer Studie der JKU zufolge sind es alleine in OÖ fast 50.000. Die Zahlen der Statistik Austria aus 2011 deuten in die gleiche Richtung: Damals erwirtschafteten Unternehmen mit "umweltorientierter Produktion und Dienstleistung" einen Umsatz von 7,7 Milliarden Euro – alleine in OÖ. Mittlerweile sind es zehn Milliarden (siehe "Zur Sache"-Kasten Umwelttechnik-Cluster).

Doch nicht nur oö. Unternehmen sind Vorreiter im Bereich Umweltschutz. Ebenso zählen die Wissenschafter im Land ob der Enns zu den Pionieren in Europa. Ein solches Beispiel ist die Abteilung für Physik weicher Materie der Johannes Kepler Universität Linz (JKU). Dort forscht Professor Siegfried Bauer an der "leichtesten Elektronik der Welt". "Wir sind europaweit ziemlich einzigartig", erklärt der Abteilungsleiter, der eng mit dem Chemie-Institut vernetzt ist und zum Institut für Experimentalphysik gehört. Hier werden ultraleichte Solarzellen entwickelt: Pro einem Gramm eingesetzes Material werden 20 Watt erzeugt. Diese Solarzellen kann man in Flugzeugen oder Satelliten einsetzen. Ebenso entwickelt Bauer mit seinem Team Schaltkreise, die aufgedruckt werden und somit ultradünn und leicht sind. "Man kann sie auf die Haut aufbringen und die Vitalfunktionen messen", erklärt der Professor. In allen seinen Forschungsbereichen ist die Vermeidung von Masse und der hocheffiziente Einsatz von Ressourcen sein Credo: "Grundsätzlich ist es unser Ziel, Denkanstöße zu liefern und neue Richtungen zu entwickeln."
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