22.09.2016, 12:48 Uhr

Windtner verlässt die Energie AG

Der Vorstand der Energie-AG: Technik-Vorstand Werner Steinecker, Generaldirektor Leo Windtner und Finanzvorstand Andreas Kolar. (Foto: Energie AG)

Für Leo Windtner wird der 28. Februar 2017 der letzte Tag als Generaldirektor der Energie AG sein. Das gab er heute in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz bekannt. "Ich möchte die Zeichen der Zeit nicht negieren und nicht so lange dienen, bis der Diener müde geworden ist", so Windtner.

Der 66-Jährige zieht sich ein halbes Jahr früher als erwartet zurück: "Es ist ein guter Zeitpunkt zu wechseln. Dadurch wird die Nachfolge-Diskussion abrupt beendet. Das wird auch meinem Nachfolger guttun." Windtner ist seit 38 Jahren im Energieunternehmen, 22 Jahre davon stand er an der Spitze. "Man soll gehen, wenn sie sagen 'schade', und nicht, wenn sie sagen 'Gott sei Dank'", so der Energie AG-Chef in seinem Schlusswort.

"Leadership und soziale Kompetenz"

Seine Nachfolger-Präferenzen wollte Windtner nicht bekannt geben: "In den kommenden fünf Monaten wird man einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin finden. Ich möchte nicht öffentlich kommentieren, wer kommen soll." Hinter vorgehaltener Hand wird jedoch Technik-Vorstand Werner Steinecker hoch gehandelt. Ebenso hoch im Kurs stehen Michael Baminger, Geschäftsführer für Vertrieb, Kommunikation, Produktmanagement und Unternehmensentwicklung in der Enamo, sowie Gerhard Zettler, Technik-Vorstand der Ennskraftwerke. Letzterer war schon Vorstand in der OÖ Ferngas, die mittlerweile in die Energie AG eingegliedert wurde.

Der oder die neue Chefin sollte jedenfalls Leadership mitbringen, so Windtner. Auch soziale Kompetenz sei in einem so breit aufgestellten Unternehmen wie der Energie AG gefragt.

Erneute ÖFB-Kandidatur "nicht unwahrscheinlich"

Ob er nach dem Ausscheiden als Generaldirekor gleich als Aufsichtsratsvorsitzender weitermachen wolle, ließ Windtner offen: "Es ist unangebracht, Avancen bekannt zu geben." Seine Kandidatur für eine weitere Periode als ÖFB-Chef – auch dieser Vertrag läuft im kommenden Jahr aus – sei jedenfalls "nicht unwahrscheinlich".
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